Der Aprilscherz-Tag wurde für Krypto-Investoren zum Albtraum, als der KI-Token Act I The AI Prophecy (ACT) innerhalb von nur 24 Stunden um über 63 % auf 0,0699 $ einbrach. Der Zusammenbruch folgte auf ein angebliches Datenleck, das mit Binance in Verbindung gebracht wurde, was zu weitreichenden Reaktionen in den sozialen Medien führte und Spekulationen über die internen Praktiken der Plattform anheizte.
Während ACT den Zusammenbruch anführte, breiteten sich die Auswirkungen auf mehrere Altcoins aus. Das Bit Journal hat bestätigt, dass der unerwartete Schritt von Binance, die Leverage-Limits stillschweigend anzupassen, eine Liquiditätskrise ausgelöst haben könnte, die den breiteren Markt erschütterte.
Änderungen der Hebelwirkung lösen Liquidationen aus
Nach dem ACT-Absturz verzeichneten mehrere andere auf Binance gelistete Token – wie LEVER, MASK, BROCCOLI714 und DF – ebenfalls starke Rückgänge von über 30 %. Quellen aus der Branche berichten, dass Binance diskret und ohne vorherige Ankündigung die Hebelwirkung für ausgewählte Vermögenswerte reduziert hat.
Diese unangekündigte Änderung führte zu einer gefährlichen Überschuldung der Market-Making-Unternehmen. Ein wichtiger Akteur, Wintermute, war Berichten zufolge gezwungen, seine Positionen wegen Überschreitung der neuen Risikogrenzen automatisch zu liquidieren. Die daraus resultierende Kaskade erzwungener Verkäufe löste eine systemische Volatilität bei kleineren Altcoins aus und verdeutlichte die Fragilität von Arbitrage-Mechanismen in Hochfrequenz-Umgebungen.
Laut The Bit Journal zeigen diese Ereignisse, wie Anpassungen hinter den Kulissen der großen Börsen den gesamten Markt erschüttern können, insbesondere wenn es um Positionen mit hoher Hebelwirkung geht.
#BoycottBinance-Trends bei schwindendem Vertrauen
Im Zuge des Skandals begann der Hashtag #BoycottBinance in den Krypto-Communities zu kursieren, wobei viele Nutzer mehr Transparenz von der Börse forderten. Trotz des wachsenden Drucks hat Binance noch keine offizielle Erklärung abgegeben. Mitbegründer Yi He sagte, dass ein detaillierter interner Bericht vorbereitet wird, aber das hat wenig dazu beigetragen, die Ängste der Anleger zu beruhigen.
Der CEO von Wintermute, Evgeny Gaevoy, behauptete, der Absturz sei nicht das Ergebnis von Manipulationen, sondern eine automatische Reaktion auf Arbitrage-Lücken. Einige Kritiker argumentieren jedoch, dass Binance zunehmend volumenorientiert geworden ist und der Handelsaktivität Vorrang vor langfristiger Wertschöpfung eingeräumt hat.
Dieser Vorfall hat erneut Bedenken darüber geweckt, wie neue Token-Listings – insbesondere Memecoins – an der Börse gehandhabt werden. Die Krypto-Community wartet nun auf den versprochenen Bericht von Binance, aber der Vorfall unterstreicht die wiederkehrende Forderung nach mehr Klarheit in den Entscheidungsprozessen der Börse.
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