Die Bitcoin-Zuteilung unterliegt einer Obergrenze von 2 % – mit einer unerwarteten Wendung am Markt

Ela Fatima
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Bitcoin ETF Outflows

Die Bitcoin-Allokation gehört inzwischen zu den meistdiskutierten Themen an der Wall Street. Die jüngsten Empfehlungen von BlackRock zeigen jedoch eine wenig beachtete Herausforderung der institutionellen Akzeptanz. Eine Allokation von 1 % bis 2 % könnte zwar mehr Anleger dazu bewegen, in Bitcoin zu investieren, gleichzeitig könnten Finanzberater jedoch gezwungen sein, ihre Bitcoin-Positionen bei starken Kursanstiegen zu reduzieren. Dadurch könnte in zukünftigen Bullenmärkten zusätzlicher Verkaufsdruck entstehen.

Laut dem BlackRock Investment Institute ist eine Bitcoin-Allokation von 1 % bis 2 % für breit diversifizierte Portfolios angemessen, sofern Anleger davon ausgehen, dass sich die Bitcoin-Adoption weiter fortsetzt und sie die hohe Volatilität akzeptieren können. Dabei konzentriert sich BlackRock nicht auf mögliche Renditen, sondern auf den Beitrag von Bitcoin zum Gesamtrisiko eines Portfolios. Das Risikomanagement steht somit im Mittelpunkt der Strategie.

Warum die Bitcoin-Allokation bei 2 % endet

Die Analyse von BlackRock zeigt, weshalb die empfohlene Bitcoin-Allokation bewusst konservativ ausfällt. In einem klassischen 60/40-Portfolio trägt eine Bitcoin-Allokation von 1 % rund 2 % zum gesamten Portfoliorisiko bei. Steigt die Allokation auf 2 %, erhöht sich dieser Anteil auf etwa 5 %. Bei einer Allokation von 4 % steigt das Portfoliorisiko bereits auf nahezu 14 %.

Da die Volatilität von Bitcoin deutlich schneller wächst als sein Portfolioanteil, betrachtet BlackRock eine Obergrenze von 2 % als praktikabel. Diese Grenze ist kein Renditeziel, sondern dient ausschließlich der Kontrolle des Risikos.

Besonders relevant wird diese Obergrenze während einer starken Kursrallye. Steigt der Bitcoin-Kurs um 51,5 %, erhöht sich eine ursprünglich 2 % große Allokation auf etwa 3 %, sofern die übrigen Vermögenswerte unverändert bleiben. Ein Kursanstieg von rund 104 % lässt den Anteil sogar auf nahezu 4 % anwachsen. Finanzberater stehen dann vor mehreren Möglichkeiten: Sie können Positionen reduzieren, Risiken absichern, vorübergehende Abweichungen akzeptieren oder andere Vermögenswerte umschichten, um die ursprüngliche Portfolioaufteilung wiederherzustellen.

Institutionelles Wachstum könnte zukünftige Marktzyklen prägen

Diese Entwicklung gewinnt zusätzlich an Bedeutung, weil BlackRocks Spot-Bitcoin-ETF IBIT mittlerweile fast 60 Milliarden US-Dollar an Nettozuflüssen verzeichnet hat. Bei einem derart großen Fondsvolumen könnten Portfolioentscheidungen von Finanzberatern künftig nicht mehr nur einzelne Anleger betreffen, sondern das Verhalten des gesamten Bitcoin-Marktes beeinflussen.

Gleichzeitig hat Citi sein Bitcoin-Kursziel für die kommenden zwölf Monate von 112.000 US-Dollar auf 82.000 US-Dollar gesenkt. Hintergrund ist die Reduzierung der erwarteten Zuflüsse in Bitcoin-ETFs von 10 Milliarden US-Dollar auf null.

Diese vorsichtigere Einschätzung wird zusätzlich durch Daten von Farside Investors gestützt. Demnach verzeichneten US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs innerhalb von zehn Handelstagen bis Anfang Juli Nettoabflüsse von mehr als 2,7 Milliarden US-Dollar. Dies deutet auf eine nachlassende institutionelle Nachfrage hin.

BlackRock Bitcoin
Source: Tradingview

Experten sehen den Verkauf nicht als einzige Lösung

Mauricio Di Bartolomeo, Mitgründer und Chief Strategy Officer von Ledn, erklärt, dass immer mehr Unternehmen, Privathaushalte, Bitcoin-Communities in Lateinamerika und sogar Käufer ihrer ersten Immobilie ihre Bitcoin-Bestände als Sicherheit für Kredite nutzen, anstatt sie zu verkaufen.

Seiner Ansicht nach konnten verantwortungsbewusste Kreditnehmer langfristig häufig mehr Vermögen erhalten als Anleger, die ihre Bitcoin frühzeitig verkauft haben. Gleichzeitig empfiehlt er, Sicherheiten im Wert von mindestens 100 % des Kreditbetrags bereitzuhalten und niemals mehr als die Hälfte des eigenen Bitcoin-Portfolios zu beleihen, um größere Kursschwankungen abzufedern.

Kelly Ye, Mitgründerin und Chief Investment Officer von CoinBridge, hält die Sorge vor massiven Verkaufswellen derzeit ebenfalls für verfrüht. Unter Berufung auf Daten von Morgan Stanley erklärt sie, dass rund 80 % aller Bitcoin-ETF-Investitionen weiterhin von Privatanlegern ohne Finanzberater getätigt werden. Lediglich etwa 20 % stammen über professionelle Berater.

Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass große Vermögensverwalter in der Regel sechs bis zwölf Monate benötigen, um einen neuen Bitcoin-ETF hinsichtlich seiner Wertentwicklung, regulatorischen Anforderungen und operativen Prozesse zu prüfen, bevor er in Modellportfolios aufgenommen wird.

Anstatt Bitcoin zu verkaufen, stehen Finanzberatern verschiedene Alternativen zur Verfügung. Sie können größere Toleranzbereiche für das Rebalancing zulassen, neue Kundeneinzahlungen nutzen, Positionen in Altersvorsorgekonten wie IRAs oder Roth IRAs verlagern oder Optionsstrategien einsetzen.

Nach Schätzungen von Glassnode liegt der durchschnittliche Einstandspreis von Bitcoin-ETF-Anlegern derzeit bei rund 83.000 US-Dollar. Viele Investoren würden daher trotz zwischenzeitlicher Kursbewegungen weiterhin auf nicht realisierten Verlusten sitzen.

Gleichzeitig wächst auch der Markt für ETF-Optionen kontinuierlich. Die OCC meldete für Juni insgesamt 689,5 Millionen gehandelte ETF-Optionskontrakte, was einem Anstieg von 69,7 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Daten von Kaiko und MerQube zeigen zudem, dass das offene Interesse an IBIT-Optionen mittlerweile 53,3 Milliarden US-Dollar erreicht hat. Darüber hinaus hat Goldman Sachs einen Antrag für einen Bitcoin-ETF eingereicht, der Bitcoin-Engagement mit Erträgen aus Optionsstrategien kombinieren soll.

Fazit

Die Zukunft der Bitcoin-Allokation könnte maßgeblich davon abhängen, wie Finanzberater auf starke Kursanstiege reagieren. Sollten sie flexiblere Rebalancing-Regeln und ein dynamischeres Portfoliomanagement einsetzen, könnte Bitcoin seinen langfristigen Wachstumspfad mit vergleichsweise geringem Verkaufsdruck fortsetzen.

Werden hingegen enge Allokationsgrenzen zum Branchenstandard, könnte nahezu jede größere Kursrallye automatische Umschichtungen auslösen und regelmäßig zusätzliches Angebot auf den Markt bringen.

Bitwise schätzt, dass das Vermögen in Portfolios, die externen Modellstrategien folgen, von rund 400 Milliarden US-Dollar im Jahr 2023 auf über 645 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 gestiegen ist. Dies verdeutlicht, welchen Einfluss solche Portfolioentscheidungen künftig auf den Bitcoin-Markt haben könnten.

Kombiniert mit einer zunehmenden Nutzung von Bitcoin als Kreditsicherheit könnten zukünftige Marktkorrekturen zudem vermehrt Zwangsliquidationen auslösen und damit ein zusätzliches Abwärtsrisiko schaffen. Mit der fortschreitenden institutionellen Akzeptanz dürfte die Bitcoin-Allokation zu einem der wichtigsten Faktoren für den nächsten Marktzyklus von Bitcoin werden.

Glossar wichtiger Begriffe

Bitcoin-Allokation: Der prozentuale Anteil eines Anlageportfolios, der in Bitcoin investiert ist.

Bitcoin-ETF: Ein börsengehandelter Fonds, der die Kursentwicklung von Bitcoin abbildet.

Portfolio-Rebalancing: Die Anpassung eines Portfolios, um die ursprünglich festgelegte Vermögensverteilung beizubehalten.

IBIT: Der Spot-Bitcoin-ETF von BlackRock.

Options-Overlay: Eine Optionsstrategie zur Risikosteuerung, ohne den zugrunde liegenden Vermögenswert verkaufen zu müssen.

Häufig gestellte Fragen zur Bitcoin-Allokation

Warum empfiehlt BlackRock eine Bitcoin-Allokation von 1 % bis 2 %?

Diese Gewichtung soll Anlegern eine Beteiligung an Bitcoin ermöglichen und gleichzeitig das Gesamtrisiko des Portfolios auf einem kontrollierbaren Niveau halten.

Warum könnten Finanzberater Bitcoin während einer Kursrallye verkaufen?

Steigt der Bitcoin-Kurs deutlich, wächst auch sein Anteil am Portfolio. Um die ursprünglich festgelegte Vermögensverteilung einzuhalten, kann ein Rebalancing erforderlich werden.

Können Finanzberater Verkäufe vermeiden?

Ja. Sie können breitere Rebalancing-Spielräume zulassen, neue Kundeneinzahlungen nutzen oder verschiedene Optionsstrategien einsetzen.

Warum ist IBIT so wichtig?

Aufgrund seines enormen Fondsvolumens könnten Entscheidungen rund um den IBIT-ETF den gesamten Bitcoin-Markt zunehmend beeinflussen.

Quellen

CryptoSlate

BlackRock 

Farside Investors

OCC

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Ela Fatima is a Crypto Journalist, SEO Content Writer, and Storyteller specializing in cryptocurrency, blockchain, digital assets, decentralized finance (DeFi), tokenization, Web3, and emerging financial technologies. Since 2025, she has been covering the rapidly evolving crypto industry, delivering timely news, market analysis, and feature stories that make complex financial concepts accessible to a global audience. Her reporting focuses on Bitcoin, Ethereum, XRP, Solana, exchange traded funds (ETFs), institutional adoption, blockchain innovation, regulation, artificial intelligence in blockchain, and macroeconomic developments shaping digital asset markets.With a background in English literature and education, Ela brings analytical thinking, research driven journalism, and engaging storytelling to every article she writes. She believes that accurate reporting should be informative, balanced, and accessible, enabling readers of all experience levels to better understand the evolving digital asset ecosystem. Her approach combines thorough research, reliable source verification, SEO best practices, and clear, reader friendly writing while maintaining high editorial standards.Ela has written for leading digital publications, including The Bit Journal, TurkishNYRadio, and DT News, where she has covered hundreds of stories on cryptocurrency markets, blockchain innovation, tokenized real world assets, stablecoins, regulation, fintech, and emerging technologies. Her work emphasizes factual accuracy, balanced reporting, and meaningful insights that help readers navigate an increasingly dynamic financial landscape.She earned her Bachelor's degree in English Literature from Quaid-e-Azam University, Islamabad, Pakistan. She has also completed professional certifications in Creative Writing, Freelancing, Digital Literacy, and WordPress, reflecting her commitment to continuous learning and excellence in digital publishing. Beyond journalism, Ela is a published poet whose work has appeared in several anthologies, demonstrating her passion for language, creativity, and meaningful storytelling.Whether reporting on breaking market developments or exploring the broader impact of blockchain technology, Ela is committed to producing journalism that is credible, insightful, and accessible for both newcomers and experienced participants in the crypto industry.
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