Im Rahmen der Änderungen würden die von den jeweiligen Trusts erzielten Staking-Erträge in Bargeld umgewandelt und mindestens einmal pro Quartal nach Abzug berechtigter Kosten an die Anteilseigner ausgeschüttet werden.
Der Vorschlag legt einen Mindestzeitplan für Ausschüttungen fest und garantiert weder ein bestimmtes Zahlungsdatum noch eine feste Rendite. Gleichzeitig schafft er eine einheitliche Grundlage, damit Investoren vergleichen können, was jeder Fonds tatsächlich durch Nettobarausschüttungen, Kostenbelastungen und den Zeitpunkt der Zahlungen liefert.
Was führt der Grayscale Staking ETF Vorschlag ein?
Der Grayscale Staking ETF Vorschlag sieht Änderungen an den Treuhandvereinbarungen von ETHE und GSOL vor. Diese sollen festlegen, dass Staking-Erträge in Bargeld umgewandelt und mindestens einmal pro Quartal an Anteilseigner ausgeschüttet werden.
Falls der Vorschlag genehmigt wird, verkauft jeder Trust die erhaltenen ETH- oder SOL-Staking-Erträge und verteilt anschließend die verbleibenden Barmittel nach Abzug von Kosten, die nicht vom Sponsor übernommen werden.
Die Trusts können Ausschüttungen auch häufiger durchführen, aber die Vereinbarungen legen vierteljährliche Zahlungen als Mindestanforderung fest.
Der Vorschlag standardisiert den Ablauf der Ausschüttungen, nicht deren Höhe. Jede Auszahlung hängt von den im jeweiligen Zeitraum erzielten Staking-Erträgen ab. Daher können weder die genaue Auszahlungssumme noch die Rendite im Voraus bestimmt werden.
Warum ist der vierteljährliche Zeitplan für Investoren wichtig?
Die Struktur der Grayscale Staking ETFs soll eine direkte Vergleichsmöglichkeit zwischen den Ethereum- und Solana-Staking-Fonds schaffen.
Anfang dieses Jahres nutzte ETHE bereits einen ähnlichen Mechanismus für Barausschüttungen. Am 6. Januar zahlte der Fonds etwa 0,083 US-Dollar pro Anteil beziehungsweise insgesamt rund 9,39 Millionen US-Dollar aus. Die Zahlung stammte aus Staking-Erträgen, die zwischen dem 6. Oktober und dem 31. Dezember 2025 erzielt und anschließend in Bargeld umgewandelt wurden.
Die Ausweitung dieses Ansatzes auf GSOL und die Einführung eines wiederkehrenden Mindestzeitplans geben Investoren eine einfachere Möglichkeit, tatsächliche Nettobarausschüttungen, Kostenbelastungen und Zahlungszeitpunkte beider Fonds miteinander zu vergleichen, anstatt nur eine einzelne Ausschüttung zu bewerten.
Der vergleichbare Zeitplan gilt jedoch nur für den Prozess. Die Höhe der Ausschüttungen wird weiterhin schwanken, da erhaltene Staking-Erträge, Kosten und Ergebnisse der Umwandlung nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden können.
Wie unterstützt der IRS-Rahmen den Vorschlag?
Der Grayscale Staking ETF Vorschlag orientiert sich an der Struktur, die durch die IRS Revenue Procedure 2025-31 für qualifizierte Grantor Trusts ermöglicht wird.
Die Richtlinie erlaubt es geeigneten Trusts, ihre Netto-Staking-Erträge entweder direkt in Form der Vermögenswerte oder nach einer Umwandlung in Bargeld auszuschütten, sofern die Ausschüttungen mindestens vierteljährlich erfolgen.
Grayscale hat sich für die Barausschüttungsmethode entschieden. Dadurch müssen ETHE und GSOL die erhaltenen Staking-Erträge zunächst verkaufen, bevor die Nettoerlöse an die Anteilseigner verteilt werden.
Dieser Ansatz bringt die geplanten Treuhandvereinbarungen mit dem Grantor-Trust-Modell in Einklang und schafft gleichzeitig einen wiederkehrenden Prozess für Barausschüttungen bei beiden Fonds.
Welche steuerlichen Auswirkungen sollten Anteilseigner verstehen?
Der Grayscale Staking ETF Vorschlag beschreibt auch wichtige steuerliche Aspekte, die trotz regelmäßiger Barausschüttungen bestehen bleiben.
Unter der Annahme, dass die Behandlung als Grantor Trust gilt, würden US-Anteilseigner laut den Angaben der Trusts ihren anteiligen Anteil an den Staking-Erträgen als steuerpflichtiges Einkommen anerkennen, sobald der Trust diese Erträge erhält.
Dies gilt unabhängig davon, wann die entsprechende Barausschüttung tatsächlich ausgezahlt wird.
Die Angaben zeigen außerdem, dass der Verkauf von ETH oder SOL zur Finanzierung der Ausschüttungen zu einem anteiligen Kapitalgewinn oder Kapitalverlust führen kann.
Daher können steuerpflichtige Ereignisse bereits entstehen, bevor Investoren die eigentliche Barauszahlung erhalten. Der Zeitpunkt der Ausschüttung und der Zeitpunkt bestimmter steuerlicher Verpflichtungen sind somit getrennt voneinander zu betrachten.
Wie passt dieser Vorschlag in den breiteren Markt für Staking ETFs?
Der Grayscale Staking ETF Vorschlag zeigt die weitere Entwicklung regulierter Krypto-Investmentprodukte, die Staking-Erträge mit einem direkten Engagement in digitalen Vermögenswerten verbinden möchten.
Vor den geplanten Änderungen senkte GSOL seine Sponsor-Gebühr von 0,35 % auf 0,19 % und reduzierte die Staking-Gebühr von 23 % auf 7 % der Brutto-Staking-Erträge. Diese Änderungen traten am 25. Juni in Kraft.
Grayscale gab außerdem an, dass die jährlichen Staking-Ertragsraten im Oktober 2025 bei Ethereum ungefähr 2 % bis 3 % und bei Solana etwa 6 % bis 7 % betrugen.
Das Unternehmen erklärte weiterhin, dass etwa 94 % der Staking-Erträge den ETH-Investoren zugutekommen, während ungefähr 77 % der Erträge auf Nettobasis den Investoren von ETHE und GSOL zufließen.
Obwohl der wiederkehrende Ausschüttungsplan einen einheitlicheren Vergleich zwischen den beiden Fonds ermöglicht, hängen die tatsächlichen Ergebnisse weiterhin von den erhaltenen Staking-Erträgen, den Fondskosten, der Umwandlung in Bargeld und den individuellen steuerlichen Folgen für Anleger ab.
Fazit
Die Änderungen an den Grayscale Staking ETFs sollen einen wiederkehrenden Prozess für Barausschüttungen einführen und nicht eine gleichbleibende Rendite garantieren.
Der Vorschlag schafft einen einheitlichen Zeitplan, der Investoren ermöglicht, tatsächliche Nettobarausschüttungen, Kostenbelastungen und Zahlungszeitpunkte von ETHE und GSOL besser miteinander zu vergleichen.
Gleichzeitig bleiben wichtige Faktoren unverändert. Die Höhe der Ausschüttungen hängt weiterhin von den erzielten Staking-Erträgen, den Betriebskosten und der Umwandlung digitaler Vermögenswerte in Bargeld ab.
Zusätzlich können Anteilseigner steuerpflichtige Staking-Erträge anerkennen müssen, sobald der Trust diese erhält. Der Verkauf von ETH oder SOL zur Finanzierung der Ausschüttungen kann außerdem Kapitalgewinne oder Kapitalverluste auslösen.
Der Vorschlag verbindet daher eine bessere Vergleichbarkeit der Fonds mit den weiterhin variablen Faktoren von Staking-Erträgen, Kosten und steuerlichen Auswirkungen.
Glossar
Grayscale Staking ETFs: Krypto-ETFs, die Staking-Erträge als Bargeld an Investoren ausschütten.
Staking Rewards: Krypto-Erträge, die durch das Staking in einem Blockchain-Netzwerk entstehen.
Quarterly Cash Distribution: Barauszahlung an Investoren alle drei Monate.
Grantor Trust: Eine Treuhandstruktur, bei der Investoren die Steuern auf die Erträge des Trusts zahlen.
In-Kind Distribution: Ausschüttung von Vermögenswerten statt Bargeld.
Häufig gestellte Fragen zu Grayscale Staking ETFs
Was ändert sich bei den Grayscale ETFs?
Grayscale plant, Staking-Erträge mindestens einmal alle drei Monate als Bargeld an Investoren auszuzahlen.
Welche ETFs sind von dem Vorschlag betroffen?
Der Vorschlag betrifft den Grayscale Ethereum Staking ETF (ETHE) und den Grayscale Solana Staking ETF (GSOL).
Was passiert mit den Staking-Erträgen?
Die ETFs wandeln die Staking-Erträge zunächst in Bargeld um, bevor sie diese an Investoren ausschütten.
Müssen Investoren weiterhin Steuern zahlen?
Ja, Investoren können weiterhin Steuern auf Staking-Erträge gemäß den geltenden Steuerregeln zahlen müssen.
Wann könnte das neue Ausschüttungssystem beginnen?
Die geplanten Änderungen könnten ab dem 7. August in Kraft treten, wenn der Vorschlag genehmigt wird.

