Die Liquid Network LBTC Deckung ist nach dem Exploit im September wieder auf ein Verhältnis von 1:1 gestiegen, teilte die Liquid Federation am 3. November mit. Direkte Auszahlungen über die Federation unterlagen laut CoinDesk weiterhin verschärften betrieblichen Kontrollen. CoinDesk berichtete zudem, die Federation habe die Herkunft der zur Auffüllung eingesetzten Bitcoin nicht offengelegt. The Block zufolge stellte Blockstream die Mittel bereit.
Die Wiederherstellung der Reserven bedeutet nicht automatisch, dass alle Auszahlungsfunktionen wieder uneingeschränkt verfügbar sind. Die verfügbaren Berichte nennen keinen Zeitplan für eine Lockerung der Kontrollen.
- Die Federation gibt an, dass ihre Reserven wieder alle Liquid Bitcoin, kurz LBTC, im Verhältnis 1:1 decken.
- Der Vorfall begann am 6. September. Eine Schwachstelle ermöglichte es einem Angreifer, etwa 4.000 nicht gedeckte LBTC zu erzeugen und ungefähr 4.000 BTC abzuheben, heißt es in Blockstreams Vorfallanalyse.
- CoinDesk berichtete, eine abschließende Übertragung von 250 BTC habe die verbliebene Lücke geschlossen. The Block meldete, Blockstream habe Mittel für die Wiederherstellung bereitgestellt.
- Die Erholungsmitteilung der Federation vom Oktober beschrieb die vollständige Deckung als Voraussetzung für eine kontrollierte Wiederaufnahme der Federation-Peg-outs.
- Am 3. November waren direkte Auszahlungen laut CoinDesk weiterhin verschärften betrieblichen Kontrollen unterworfen. Ein Termin für Änderungen wurde in den bereitgestellten Berichten nicht bestätigt.
Liquid Network: der Zeitplan der Wiederherstellung
- 6. September 2026: Um 13:53 UTC nutzte ein Angreifer eine Schwachstelle im Rangeproof-Verifizierungscache von Elements aus. In Liquid-Block 4.050.336 wurden dadurch etwa 4.000 nicht gedeckte LBTC erzeugt. Laut Blockstreams Analyse nutzte der Angreifer den Peg-out-Prozess, um ungefähr 4.000 BTC abzuheben. Die Reserven der Federation fielen von rund 4.205 BTC auf 197 BTC.
- 7. September 2026: Blockstream spielte einen Notfall-Patch ein. Der Angreifer überwies an diesem Tag 3.400 BTC zurück in die Wallet der Federation. Blockstream hatte die Bridge-Nodes von Liquid am 6. September angehalten.
- 9. und 10. September 2026: Am 9. September veröffentlichte Blockstream die gehärtete Version Elements v23.3.4. Am folgenden Tag wurden Liquid-Transaktionen wieder aufgenommen. Peg-outs blieben während der Erholungsphase deaktiviert.
- 23. September 2026: Blockstreams Analyse bezifferte den noch offenen Betrag auf etwa 602 BTC. Andere von Liquid ausgegebene Vermögenswerte, darunter USDt und DePix, seien nicht betroffen gewesen.
- 20. Oktober bis 3. November 2026: In einer Mitteilung vom 20. Oktober erklärte die Federation, BTC-zu-LBTC-Tauschgeschäfte würden über teilnehmende Anbieter ermöglicht. Am 3. November meldete sie die vollständige Wiederherstellung der Reserven. CoinDesk zufolge schloss die letzte Übertragung von 250 BTC die Lücke.

Was die 1:1-Deckung bedeutet
Liquid ist eine Bitcoin-Sidechain. LBTC wird durch Reserven im Verhältnis 1:1 gedeckt. Nach dem Exploit lagen die Reserven der Federation unter diesem Niveau. Während der Erholungsphase blieben Peg-outs ausgeschaltet, obwohl Transaktionen im Netzwerk am 10. September wieder aufgenommen wurden.
Blockstreams Analyse führt den Vorfall auf eine Schwachstelle im Rangeproof-Verifizierungscache von Elements zurück. Laut der Analyse waren andere auf Liquid ausgegebene Vermögenswerte, darunter USDt und DePix, nicht betroffen. Der Bericht beschreibt auch die Softwarekorrektur und die vorübergehenden Einschränkungen im Netzwerk. Die Sicherheitsanalyse von Blockstream enthält die technischen Einzelheiten.
Die schrittweise Erholungsmitteilung der Federation zufolge wurden BTC-zu-LBTC-Tauschgeschäfte über teilnehmende Anbieter ermöglicht, ohne dass das Protokoll Volumenlimits vorgab. Für kontrollierte Peg-outs blieb eine vollständige Deckung Voraussetzung. Das sind getrennte Statusmeldungen: Die Wiederaufnahme von Netzwerktransaktionen bestätigte für sich genommen nicht, dass Auszahlungen durch die Federation wieder möglich waren.

Reaktionen und Marktlage am 3. November
Blockstream-CEO Adam Back erklärte, die Schutzmaßnahmen von Liquid seien verstärkt worden, berichtete Decrypt. Back warnte Entwickler außerdem davor, von KI vorgeschlagene Fehlerbehebungen ungeprüft zu übernehmen. Die vorliegenden Berichte sagen nicht, dass KI-Werkzeuge bei dem Exploit eine Rolle gespielt haben.
| Messwert | Angabe | Einordnung |
|---|---|---|
| Bitcoin-Kurs am 3. November 2026, 11:59 UTC | 77.001 USD | Innerhalb der vorangegangenen 24 Stunden um 1,04 % gefallen, laut CoinGecko-Daten |
| Crypto Fear & Greed Index am 3. November 2026 | 26 | Als „Fear“ eingestuft, laut Alternative.me |
Diese Daten beschreiben die allgemeine Marktlage. Sie belegen keine konkrete Kursreaktion auf die Wiederherstellung der Reserven.
Am 3. November unterlagen direkte Auszahlungen durch die Federation weiterhin verschärften Kontrollen. Die Wiederherstellung der Reserven schließt die gemeldete Deckungslücke, belegt aber nicht, dass künftige technische Risiken oder Einschränkungen ausgeschlossen sind.
Was bei Liquid als Nächstes zu beobachten ist
Offen ist vor allem, ob die Federation einen Zeitplan für eine Lockerung der verschärften Kontrollen und die Wiederaufnahme direkter Peg-outs nennt. In der Oktober-Mitteilung war dieser Schritt an eine vollständige Deckung geknüpft. Diese gilt nun als wiederhergestellt, doch die Berichte vom 3. November bestätigen nicht, dass die Kontrollen aufgehoben wurden.
Eine weitere Mitteilung der Federation könnte Auszahlungswege, mögliche Bedingungen oder die Prüfung der Reserven näher erläutern. CoinDesk zufolge hatte die Federation die Herkunft der Bitcoin für den Ausgleich nicht offengelegt. The Block berichtete dagegen, Blockstream habe die Mittel bereitgestellt. Die Deckung wird nun als vollständig gemeldet, während die nächsten betrieblichen Schritte noch offen sind.

FAQ zur LBTC-Deckung
Was bedeutet die LBTC-Deckung?
Gemeint sind die Bitcoin-Reserven, die LBTC absichern. Die Federation gibt an, dass die Reserven nun im Verhältnis 1:1 decken. Das bedeutet ein BTC je LBTC.
Was verursachte den Liquid Network Exploit?
Blockstreams Analyse zufolge nutzte ein Angreifer am 6. September 2026 eine Schwachstelle im Rangeproof-Verifizierungscache von Elements aus. Dadurch erzeugte er etwa 4.000 nicht gedeckte LBTC und hob über den Peg-out-Prozess Bitcoin ab.
Sind Liquid-Peg-outs wieder vollständig verfügbar?
Das ist nicht bestätigt. CoinDesk berichtete am 3. November, dass direkte Auszahlungen durch die Federation weiterhin verschärften betrieblichen Kontrollen unterlagen. Die verfügbaren Berichte nennen keinen Zeitpunkt, zu dem sich diese Kontrollen ändern sollen.
Quellen
- Liquid Network Security Incident Assessment (blog.liquid.net)
- Liquid Network restores full bitcoin backing following $320 million exploit (The Block)
- Liquid Network Restores Full Bitcoin Backing Two Months After $320M Exploit (Decrypt)
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

