BTCPay Server Hack: Was über den Hot-Wallet-Angriff bekannt ist

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Ein selbst gehosteter Zahlungsserver kann Schlüssel in einer Hot Wallet speichern.

Der BTCPay Server Hack brachte Hot Wallets auf veralteten, selbst gehosteten Zahlungsservern in Gefahr. Wie die Angreifer Administratorzugriff erhielten, ist noch ungeklärt. Das Team zählt Version 2.4.1 und ältere Ausgaben zum betroffenen Bereich, die Gesamtsumme der Verluste ist unbekannt.

Die wichtigsten Punkte

  • BTCPay Server nennt Version 2.4.1 und frühere Versionen als Ziel des Angriffs.
  • Für die aktuelle Version 2.4.7 lagen dem Team nach eigenen Angaben keine glaubwürdigen Meldungen über geplünderte Hot Wallets vor.
  • Die Ermittler haben weder die Gesamthöhe der Verluste noch den Weg zum Administratorzugang offengelegt.
  • Eine Hot Wallet kann mit den auf dem Server gespeicherten Schlüsseln Geld bewegen. Wird der Server kompromittiert, kann auch das Guthaben gefährdet sein.

Was beim BTCPay Server Hack passiert ist

BTCPay Server schlug am späten 1. November Alarm, nachdem Meldungen über unbefugte Zugriffe und geleerte Hot Wallets eingegangen waren. Cointelegraph berichtete, dass das Projekt Betreiber zunächst aufforderte, ihre Server abzuschalten. In einer späteren Mitteilung grenzte das Team den betroffenen Bereich ein: Angegriffen worden seien Version 2.4.1, veröffentlicht am 23. Juli 2026, und ältere Ausgaben.

Nach Angaben von BeInCrypto sagte Gründer Nicolas Dorier, ein Angreifer habe sich auf betroffenen Servern als Administrator angemeldet. Wie dieser Zugang erlangt wurde, konnte das Team noch nicht feststellen. Auch eine Gesamtsumme der gestohlenen Gelder wurde nicht genannt. Die Ermittler fanden Spuren, die auf Schwachstellen vor Version 2.4.2 zurückgehen.

In einem Update vom 2. November erklärte das Team, es gebe keine glaubwürdigen Meldungen über geleerte Hot Wallets auf Version 2.4.7. Diese bezeichnete es als neueste Ausgabe. Die erste Abschaltwarnung war allgemein gehalten, die spätere Angabe zu den Versionen liefert Betreibern eine genauere Orientierung. Sie erklärt aber weder den Einbruch noch bestätigt sie den Zustand jeder einzelnen Installation.

BeInCrypto berichtete, dass Hosting-Anbieter wie LunaNode Kundeninstanzen möglicherweise automatisch abgeschaltet haben, um Angriffe auf ältere Software einzudämmen. Das wurde als Möglichkeit beschrieben, nicht als bestätigte Maßnahme bei jedem Anbieter. Auch Cointelegraph berichtete, dass sich die Diebstähle gegen ältere Versionen richteten.

Warum eine BTCPay-Server-Hot-Wallet zum Risiko werden kann

BTCPay Server ist eine kostenlose Open-Source-Software für Zahlungsabwicklung, die Händler selbst hosten, um Bitcoin anzunehmen. Das berichtet BeInCrypto. Bei einer Hot Wallet liegen die privaten Schlüssel auf dem Server. Er kann damit Geld senden, ohne dass der Betreiber jede Transaktion einzeln signieren muss.

Genau diese Funktion macht den BTCPay Server Hack für Betreiber von Hot Wallets relevant: Wer Administratorzugriff auf einen Server mit dieser Einrichtung erhält, kann möglicherweise auch die dort verwahrten Coins bewegen. Der Vorfall belegt nicht, dass jede Installation kompromittiert wurde.

Der Vorfall folgt auf eine frühere Warnung zu einer kritischen Schwachstelle, die im August mit Version 2.4.2 behoben wurde. Laut BeInCrypto hätte der Fehler Angreifern aus der Ferne Zugangsdaten für Lightning-Nodes verschaffen und verbundene Wallets leeren können. Der Fehler sei zu diesem Zeitpunkt bereits ausgenutzt worden. Der Sender ordnete den aktuellen Vorfall als mindestens zweiten Diebstahl innerhalb von drei Monaten bei Instanzen mit Software vor Version 2.4.2 ein.

Die Versionsmitteilung zum BTCPay Server Hack nennt Version 2.4.1 und ältere Ausgaben als Ziel. Für Version 2.4.7 gebe es keine glaubwürdigen Meldungen über geleerte Hot Wallets. Wie die Angreifer Administratorrechte erhielten, ist trotzdem nicht geklärt. Die gefundenen Spuren älterer Schwachstellen belegen für sich allein nicht, auf welchem Weg der Zugriff erfolgte.

Dorier sagte laut BeInCrypto, er selbst nutze Version 2.4.7 mit einer Hot Wallet. Zugleich warnte er Betreiber davor, dort mehr Geld aufzubewahren, als sie bereit wären zu verlieren. Das ist eine Aussage des Gründers, keine Bestätigung, dass Version 2.4.7 grundsätzlich frei von Sicherheitsrisiken ist.

Ein Netzwerkkabel wird während einer Sicherheitsreaktion aus einem kompakten Serverrack gezogen
Das Projekt forderte Betreiber auf, ihre Server abzuschalten, während es auf die Meldungen reagierte.

Bitcoin-Kursreaktion auf den BTCPay Server Hack

Die vorliegenden Marktdaten zeigen keine eindeutige unmittelbare Bitcoin-Kursreaktion auf den BTCPay Server Hack. CoinGecko-Daten vom 2. November 2026 um 07:13 UTC wiesen für Bitcoin ein leichtes Plus innerhalb von 24 Stunden aus. Die Wochen- und Monatsentwicklung blieb negativ. Diese breiten Marktbewegungen belegen nicht, dass der Vorfall eine Kursänderung ausgelöst hat.

AssetKurs am 2. November um 07:13 UTCVeränderung in 24 Stunden
Bitcoin (BTC)78.099 USD+0,30 %
Ethereum (ETH)2.283,80 USD+0,75 %

Der Crypto Fear & Greed Index lag am 2. November laut Alternative.me bei 37 und damit in der Kategorie „Fear“. Der Wert bildet die allgemeine Marktstimmung ab, nicht die Einschätzung zu BTCPay Server. Der Diebstahl betrifft unmittelbar Händler und Serverbetreiber. Die verfügbaren Daten belegen jedoch weder Auswirkungen auf den Gesamtmarkt noch die Menge des entwendeten Bitcoin.

Ein physischer Schlüssel und eine Wartungsliste neben einem gesicherten Serverschrank
Noch ist unklar, wie die Angreifer Administratorzugriff erhielten.

Was als Nächstes noch zu klären ist

Offen bleibt vor allem, wie die Angreifer Administratorzugriff erhielten. Die Ermittler haben einen Versionsbereich und Spuren älterer Schwachstellen benannt, diese Erkenntnisse aber nicht mit einem bestätigten Einfallstor verknüpft. Weitere Angaben könnten zeigen, was die Untersuchung tatsächlich nachweisen konnte.

Es fehlen außerdem eine offizielle Schätzung der Verluste und mögliche weitere Hinweise zu den betroffenen Versionen. Auch eine Aktualisierung der Aussage zu Version 2.4.7 steht aus. BeInCrypto zufolge bat das Team Betreiber, ihre Instanzen während der laufenden Untersuchung abgeschaltet zu lassen. Die vorliegenden Berichte nennen weder einen Zeitpunkt für den Abschluss der Untersuchung noch einen Termin für weitere Hinweise.

Für Händler, die BTCPay Server einsetzen, betrifft die gemeldete Attacke Hot Wallets auf älteren Installationen. In dieser Konfiguration speichert der Server die Schlüssel und kann Transaktionen ohne separate Signatur des Betreibers senden, wie BeInCrypto erklärt. Die Angaben des Teams zu Versionen und Untersuchung beschreiben den bekannten Stand, bestätigen aber keine Kompromittierung aller Installationen.

Häufige Fragen

Welche Versionen betrifft der BTCPay Server Hack?

Das Team nannte Version 2.4.1, veröffentlicht am 23. Juli 2026, und ältere Versionen als Ziel. Am 2. November teilte es mit, dass keine glaubwürdigen Meldungen über geleerte Hot Wallets auf Version 2.4.7 vorlägen.

Wie konnten Angreifer BTCPay-Server-Wallets leeren?

Nach Angaben der Ermittler meldeten sich Angreifer mit Administratorrechten an und räumten Hot Wallets. Wie sie diese Rechte erhielten und wie viele Gelder entwendet wurden, ist bislang nicht bekannt.

Warum ist eine Hot Wallet auf einem Zahlungsserver riskant?

Eine Hot Wallet speichert Schlüssel auf dem Server und ermöglicht ihm, Geld ohne separate Betreibersignatur für jede Transaktion zu senden. Erlangt jemand Administratorzugriff, kann diese Person möglicherweise auch Coins aus der Wallet bewegen.

Quellen

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

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