Krypto News heute drehen sich um Binances schrittweise Wiederaufnahme von Auszahlungen nach einem gemeldeten Hack im Umfang von 6,3 Milliarden US-Dollar. Das FBI macht Nordkorea für den Diebstahl verantwortlich. Der Überblick vom 1. November 2026 umfasst auch leichte Marktgewinne, einen Streit um Zcash-Fördermittel und Aktivitätszahlen, die noch überprüft werden müssen.
Krypto Markt heute: Überblick vom 1. November
Laut CoinGeckos Momentaufnahme vom 1. November um 14:13 UTC legten Bitcoin und Ethereum innerhalb von 24 Stunden leicht zu, während Solana nachgab. Über die Woche lagen alle fünf Vermögenswerte im Minus. Die Tagesgewinne belegen daher keine breitere Erholung.
| Vermögenswert | Kurs in USD | Veränderung in 24 Stunden |
|---|---|---|
| Bitcoin | $77.925 | +0,62 % |
| Ethereum | $2.267,38 | +0,85 % |
| BNB | $715,81 | +1,85 % |
| XRP | $1,25 | +0,39 % |
| Solana | $94,98 | -0,69 % |
Der Crypto Fear & Greed Index von Alternative.me stand am 1. November bei 34, eingestuft als „Fear“. Der Wert ist keine Prognose für die nächste Marktbewegung.
Binance nimmt Auszahlungen wieder auf, FBI nennt Nordkorea
Binance begann am 1. November, Auszahlungen für einzelne Netzwerke schrittweise wieder freizugeben, berichtete BeInCrypto. Zunächst wurde Bitcoin wieder geöffnet. In den von der Publikation zitierten Börsen-Updates standen auch Ethereum, BNB Smart Chain, XRP, Base, Polygon und Avalanche.
BeInCrypto zufolge erklärte Binance, mehr als 6,34 Milliarden US-Dollar zurückgestellt und rund 95 Prozent des gestohlenen Betrags aus eigenen Reserven gedeckt zu haben. Die verbleibende Differenz betraf weniger liquide Token, die die Börse weiterhin kaufte. Das sind Angaben von Binance, keine unabhängige Prüfung der Erstattungen.
Eine Deckung aus Reserven bedeutet nicht, dass gestohlene Vermögenswerte zurückgeholt wurden. Binances Darstellung beschreibt, wie die Börse die Differenz ausgleicht, nicht die Rückkehr der gestohlenen Gelder.
Zum Zeitpunkt des BeInCrypto-Berichts war die Wiederaufnahme nicht abgeschlossen. Weitere Netzwerke mussten geprüft werden; hohes Volumen konnte Verzögerungen verursachen. Einzahlungen waren laut der Publikation während des Vorfalls weiter möglich, Auszahlungen über dieselben Netzwerke damit aber nicht automatisch.
Die schrittweise Freigabe ist ein operativer Fortschritt, belegt jedoch nicht, dass jedes betroffene Guthaben ohne Verzögerung bewegt werden kann.
Separat berichtete Cointelegraph am 1. November, das FBI mache Nordkorea verantwortlich und habe die Privatwirtschaft um Hilfe gebeten, um weitere Geldwäsche zu verhindern. BeInCrypto nannte die zugeschriebene Gruppe TraderTraitor.

Zcash-Fördermittel lösen Streit um die Governance aus
U.Today berichtete am 1. November, das Programm Zcash Adoption Pool der Zcash Community Grants sei auf Widerstand gestoßen. Es vergab Fördermittel für Initiativen zur Verbreitung von Zcash, darunter Projekte für besonders verletzliche Gruppen wie Geflüchtete ohne Zugang zu Bankdienstleistungen.
Kritiker bemängelten laut U.Today, dass über die Ausgaben ohne Abstimmung unter Coin-Inhabern entschieden wurde. Ein großer Inhaber unter dem Pseudonym „big z“ kündigte an, seine gesamte ZEC-Position verkaufen zu wollen. Fördermittel sollten seiner Ansicht nach vorrangig der Kryptografie zugutekommen.
Der Streit betrifft die Entscheidungsfindung, keinen gemeldeten technischen Fehler. Die Verkaufsabsicht belegt nicht, dass ein Verkauf ausgeführt wurde oder wie viele andere Inhaber dieselbe Position teilen.
Im Kern geht es darum, welche Vorhaben Fördermittel erhalten und wer über die Ausgaben entscheidet. Die Unterstützung von Verbreitungsinitiativen und der Wunsch nach mehr Förderung für Kryptografie spiegeln unterschiedliche Prioritäten wider, belegen aber für sich genommen weder Erfolg noch Scheitern eines Ansatzes.
XRP-Transfermeldung braucht eine Bestätigung
U.Today behandelte am 1. November die Behauptung, innerhalb eines Tages seien 1,8 Milliarden XRP bewegt worden. Die Publikation erklärte, die Zahl sei für einen datierten 24-Stunden-Zeitraum nicht unabhängig bestätigt. Sie ist daher kein gesicherter Hinweis auf eine Erholung.
Transferzahlen brauchen Kontext. Wie U.Today erläuterte, können große Bewegungen aus Änderungen bei der Börsenverwahrung oder Transfers zwischen Wallets derselben Einheit entstehen. Das muss keine neue Nachfrage bedeuten. Eine hohe Gesamtsumme belegt allein keinen frischen Kapitalzufluss.

NEAR-Derivate: offene Positionen sind kein Richtungssignal
U.Today berichtete am 1. November außerdem von 1,1 Milliarden US-Dollar Open Interest in NEAR-Derivaten. Zeitpunkt und Genauigkeit der Zahl müssten laut der Publikation auf Ebene einzelner Börsen bestätigt werden. Open Interest misst den Nominalwert ausstehender Derivatekontrakte, nicht das tägliche Handelsvolumen.
Mehr offene Kontrakte belegen keine einheitlich positive Markterwartung. U.Today wies darauf hin, dass überfüllte gehebelte Positionen anfällig für erzwungene Schließungen sein können. Aus der Gesamtsumme allein gehen weder die Positionierungsrichtung noch das mögliche Liquidationsrisiko hervor.
Weitere Meldungen
- U.Today berichtete, Trader DonAlt habe die Marktreaktion auf den Binance-Hack positiv bewertet. Das ist seine Einschätzung, keine Bestätigung, dass Verluste oder weitere Verkäufe beendet sind.
- CryptoNews veröffentlichte ein von Claude erstelltes BNB-Szenario. Es nimmt an, dass BNB Chain eine primäre Abwicklungs- und Ausführungsebene für institutionelle Tokenisierungsprogramme wird. Das ist ein hypothetischer Auslöser, keine angekündigte Partnerschaft oder ein Beleg für künftige Renditen.
Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Krypto News heute?
Im Mittelpunkt stehen Binances schrittweise Wiederaufnahme von Auszahlungen und die Zuschreibung des Hacks an Nordkorea durch das FBI.
Hat Binance alle Auszahlungen wieder freigegeben?
Laut BeInCrypto am 1. November noch nicht. Für mehrere Netzwerke waren Auszahlungen wieder möglich, andere wurden noch geprüft.
Bestätigt Binances Reserveangabe eine vollständige Erstattung?
Nein. BeInCrypto berichtete über Binances Angabe, rund 95 Prozent des gestohlenen Betrags gedeckt zu haben, sowie über weitere Käufe weniger liquider Token. Das bestätigt nicht unabhängig, dass alle betroffenen Nutzer vollständig entschädigt wurden. Die Auszahlungsverfügbarkeit und die gemeldete Finanzierung sind unterschiedliche Fragen.
Sind die XRP- und NEAR-Aktivitätszahlen bestätigt?
Nicht in der hier zusammengefassten Berichterstattung. U.Today wies bei beiden Zahlen auf Einschränkungen bei der Verifizierung hin.
Bedeuten höhere Tageskurse eine Markterholung?
Nein. In CoinGeckos Momentaufnahme lagen alle fünf aufgeführten Vermögenswerte über die Woche im Minus, obwohl vier am jeweiligen Tag zulegten. Kurzfristige Gewinne beseitigen weder die Volatilität noch das Risiko eingeschränkter Börsenzugänge, wie die Auszahlungsbeschränkungen zeigen.
Quellen
- Binance Resumes Crypto Withdrawals After Record Hack, 95% of Losses Covered (BeInCrypto)
- FBI blames North Korea for record $6.3B Binance hack (Cointelegraph)
- Zcash (ZEC) Hits $1,280 Milestone but Fight Over Grant Money Sparks Whale Revolt (U.Today)
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

