Dieser Artikel wurde erstmals im The Bit Journal veröffentlicht. Eine überparteiliche Gruppe von US-amerikanischen Gesetzgebern erhöht den Druck auf die Bundessteuerbehörden, die Besteuerung von Krypto-Staking-Belohnungen zu überdenken. Ihrer Ansicht nach benachteiligen die aktuellen Regeln Halter digitaler Vermögenswerte unfair und bremsen Innovationen im Blockchain-Bereich.
18 Mitglieder des US-Repräsentantenhauses haben in einem am Freitag verschickten Schreiben an den amtierenden IRS-Kommissar Scott Bessent darum gebeten, die bestehenden Richtlinien zur Besteuerung von Krypto-Staking vor 2026 zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. Der republikanische Abgeordnete Mike Carey leitet die Initiative und erklärte, dass es darum gehe, eine doppelte Besteuerung von Staking-Belohnungen zu vermeiden, wie sie von den Gesetzgebern kritisiert wird.
Kritik an den aktuellen Staking-Steuerregeln
Nach der derzeitigen Auslegung werden Krypto-Staking-Belohnungen sowohl bei Erhalt als auch beim späteren Verkauf besteuert. Halter könnten somit sowohl Einkommensteuer als auch Kapitalertragssteuer zahlen müssen. Die Gesetzgeber argumentieren, dass dies den tatsächlichen wirtschaftlichen Nutzen nicht korrekt widerspiegelt und unnötige Komplexität für Steuerpflichtige schafft.
In ihrem Schreiben schlagen sie vor, dass Staking-Belohnungen erst beim Verkauf besteuert werden und nicht schon bei Erhalt. Dadurch würden Staker nur auf realisierte Gewinne Steuern zahlen nicht auf „Papiergewinne“, die sich vor einem Verkauf noch erhöhen oder verringern könnten.
Gesetzgeber warnen: Steuern gefährden Netzwerksicherheit
Die Abgeordneten warnen außerdem, dass die aktuelle Steuerstruktur Amerikaner davon abhalten könnte, am Krypto-Staking teilzunehmen ein zentrales Element vieler führender Blockchain-Netzwerke, um Sicherheit zu gewährleisten und Transaktionen zu authentifizieren. Millionen US-Bürger besitzen bereits Token auf Proof-of-Stake-Netzwerken, doch der Verwaltungsaufwand und die Gefahr der Überbesteuerung schrecken viele davon ab, überhaupt zu staken.
Das Schreiben betont, dass aktive Beteiligung für die amerikanische Führungsrolle und die Netzwerksicherheit entscheidend sei. Die Steuerpolitik dürfe dabei nicht zum Hemmschuh für das Krypto-Staking werden, das ein zentraler Bestandteil moderner Blockchain-Architektur ist.
Gesetzgeber drängen IRS zu aktualisierten Richtlinien
Die Gruppe fragte beim IRS an, ob administrative Hindernisse eine Veröffentlichung aktualisierter Richtlinien zur Besteuerung von Krypto-Staking noch in diesem Jahr verhindern könnten. Die Anfrage ist Teil eines größeren Bestrebens der Regierung, die US-amerikanische Führungsrolle im Bereich digitaler Vermögenswerte zu stärken.
Parallel dazu gewinnt auch die legislative Ebene an Dynamik. Am Samstag stellten die Abgeordneten Max Miller und Steven Horsford einen Diskussionsentwurf vor, der die Steuerlast für alltägliche Krypto-Nutzer verringern soll. Der Entwurf sieht eine Befreiung von der Kapitalertragssteuer bei kleinen Stablecoin-Transaktionen sowie eine Aufschuboption für Staking– und Mining-Belohnungen vor.
Überparteiliche Bemühungen stärken die Wettbewerbsfähigkeit der USA im Krypto-Bereich
Der Entwurf ersetzt das aktuelle Gesetz nicht vollständig, ermöglicht es Steuerpflichtigen jedoch, Einkünfte aus Staking oder Mining erst nach fünf Jahren zu erkennen, und verschafft ihnen somit eine temporäre Steuererleichterung.
Die Initiative beim IRS, kombiniert mit dem neuen Diskussionsentwurf, ist ein positives Signal dafür, dass die Besteuerung von Krypto-Staking in den USA bald überparteilich geregelt wird. Die Gesetzgeber streben eine Balance zwischen Steuerkonformität, Innovation und internationaler Wettbewerbsfähigkeit an.
Fazit
Das Schreiben und der neue Diskussionsentwurf zeigen ein wachsendes überparteiliches Interesse, die Besteuerung von Krypto-Staking in den USA neu zu definieren. Ob durch überarbeitete IRS-Richtlinien oder gesetzliche Reformen: Die Gesetzgeber fordern Regeln, die näher an der wirtschaftlichen Realität liegen, ohne Netzwerksicherheit und Innovation im Bereich digitaler Vermögenswerte zu gefährden.
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Zusammenfassung
- 18 überparteiliche US-Gesetzgeber fordern den IRS auf, die Staking-Steuerregeln vor 2026 zu überprüfen.
- Sie schlagen vor, Staking-Belohnungen nur beim Verkauf zu besteuern, um Doppelbesteuerung zu vermeiden.
- Die aktuellen Regeln bremsen die Beteiligung und wirken sich negativ auf Netzwerksicherheit und US-Führung im Blockchain-Bereich aus.
- Ein Diskussionsentwurf sieht vor, die Anerkennung von Einkünften aus Staking und Mining bis zu fünf Jahre aufzuschieben.
Glossar wichtiger Begriffe
- Krypto-Staking: Sperren von Kryptowährungen zur Unterstützung eines Blockchain-Netzwerks.
- IRS: US-Behörde zur Erhebung von Bundessteuern.
- Doppelbesteuerung: Belohnungen werden bei Erhalt und Verkauf besteuert.
- Einkommensteuer: Steuer auf Einnahmen, einschließlich Staking-Belohnungen nach derzeitigen IRS-Regeln.
- Diskussionsentwurf: Vorläufiger Gesetzes- oder Politikvorschlag.
- Realisierte vs. Papiergewinne: Realisiert: Gewinn beim Verkauf; Papier: Wertsteigerung vor Verkauf.
Häufig gestellte Fragen zu Krypto-Staking-Steuern
Was fordern die Gesetzgeber?
18 überparteiliche Mitglieder des Repräsentantenhauses fordern den IRS auf, die Staking-Steuerregeln zu überprüfen, um Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Wie werden Staking-Belohnungen derzeit besteuert?
Belohnungen werden bei Erhalt und erneut beim Verkauf besteuert, was die Steuerpflichtigen zusätzlich belastet.
Welche Änderungen werden vorgeschlagen?
Staking-Belohnungen sollen nur beim Verkauf besteuert werden, sodass nur realisierte Gewinne berücksichtigt werden.
Gibt es weitere Vorschläge?
Ein Entwurf sieht vor, die Besteuerung von Staking- oder Mining-Belohnungen bis zu fünf Jahre aufzuschieben und kleine Stablecoin-Transaktionen zu befreien.
Quellen

