Die Krypto-Steuer Griechenland ist vom Parlament beschlossen: Ab dem 1. Januar 2027 werden Gewinne von Privatpersonen aus der Übertragung von Krypto-Assets mit zehn Prozent besteuert. Nettojahresgewinne bis 500 Euro sind ausgenommen. Weitere Vorgaben, etwa zu Transparenz und Prüfungen, stehen noch aus.
Warum die Krypto-Steuer Griechenland wichtig ist
Der legislative Datensatz des griechischen Parlaments weist den Gesetzentwurf als am 5. November 2026 verabschiedet aus. Cointelegraph berichtete am folgenden Tag, dass die Abgabe von zehn Prozent ab 2027 gilt und jährliche Nettogewinne bis 500 Euro ausgenommen sind. Auch das Finanzministerium erklärt, dass Gewinne von Privatpersonen aus der Übertragung von Krypto-Assets mit zehn Prozent besteuert werden, bei derselben jährlichen Ausnahme.
Mit dem Beschluss erhält Griechenland erstmals einen umfassenden Rahmen für die Besteuerung von Krypto-Assets. Der Satz liegt unter den 15 Prozent, die Behörden laut früheren Berichten im Juni vorbereiteten. Das Finanzministerium hatte im Oktober allerdings bereits selbst zehn Prozent vorgeschlagen.
Das Gesetz gilt für Gewinne aus Übertragungen, nicht für den gesamten Verkaufserlös. Nach Angaben des Finanzministeriums wird der Gewinn grundsätzlich aus dem Vergleich zwischen Anschaffungs- und Übertragungswert ermittelt. Die Mitteilung des Ministeriums beschreibt außerdem Dokumentationspflichten und eine Durchschnittskostenmethode bei mehreren Käufen. Bitcoin Magazine zufolge können auch Transaktionskosten wie Handelsgebühren in die Berechnung einfließen.
Welche Vorgänge die Krypto-Steuer Griechenland erfasst
Bitcoin Magazine zufolge können Verkäufe gegen Euro, Zahlungen für Waren oder Dienstleistungen sowie Einlagen in das Kapital eines Unternehmens steuerpflichtige Übertragungen sein. Wer einen Vermögenswert lediglich hält, während sein Euro-Wert steigt, löst nach der vom Medium beschriebenen Regelung allein dadurch keine Steuer aus.
Bei einem Tausch einer Kryptowährung gegen eine andere ist die Lage weniger eindeutig. Das Finanzministerium erklärte im Oktober, solche Tauschgeschäfte sollten keine steuerpflichtigen Gewinne auslösen. CoinDesk berichtete dagegen, dass der Wissenschaftliche Dienst des Parlaments auf eine mögliche Auslegung des Gesetzes hinwies, nach der auch solche Vorgänge erfasst werden könnten. Eine Klarstellung steht aus.
Einnahmen aus Krypto-Krediten, der Bereitstellung von Liquidität und Staking sollen laut Finanzministerium als Zinsen gelten und mit 15 Prozent besteuert werden. Dieser Satz gilt getrennt von der Steuer auf Gewinne aus Übertragungen. Das Ministerium erklärte außerdem, Steuerpflichtige könnten frühere Krypto-Übertragungsgewinne innerhalb von zwölf Monaten nach Veröffentlichung des Gesetzes freiwillig melden. Unter bestimmten Bedingungen sollen dafür keine Bußgelder oder Zinsen anfallen.
Bei Nettojahresgewinnen von mehr als 500 Euro soll der Satz von zehn Prozent laut den von Bitcoin Magazine zitierten griechischen Analysen auf den gesamten Nettogewinn angewandt werden, nicht nur auf den Anteil oberhalb des Freibetrags. Krypto-Verluste von mehr als 500 Euro in einem Steuerjahr können dem Medium zufolge bis zu fünf Jahre vorgetragen und mit späteren Krypto-Kapitalgewinnen verrechnet werden. Die Krypto-Steuer Griechenland gilt nur für den griechischen Rahmen; Steuervorschriften unterscheiden sich von Land zu Land.

Was bei der Krypto-Steuer Griechenland noch offen ist
Weitere Umsetzungsdetails sollen folgen. Ein ranghoher Beamter des Finanzministeriums sagte Reuters in Aussagen, die Euronext weitergab, dass Richtlinien zu Transparenz und Prüfungen diese Themen in den kommenden Wochen behandeln würden. Die erwarteten Einnahmen ließen sich laut dem Beamten noch nicht beziffern, weil die meisten Anleger Plattformen im Ausland nutzten.
Bitcoin Magazine berichtet, dass Krypto-Käufe ab 2027 in die bestehenden griechischen Prüfungen zur Herkunft der Mittel einbezogen werden. Käufer könnten nachweisen müssen, dass das eingesetzte Geld aus angegebenem Einkommen oder anderem rechtmäßigem Kapital stammt. Damit entsteht keine eigene Kaufsteuer. Vielmehr werden die Kontrollen zur Herkunft der Mittel auf Krypto-Assets ausgeweitet.
Der Oktober-Vorschlag des Finanzministeriums sah bereits zehn Prozent vor. Die zuvor im Juni gemeldeten 15 Prozent bezogen sich auf eine frühere Vorbereitung durch Behörden, nicht auf den späteren Vorschlag des Ministeriums. Eine einheitliche Krypto-Steuer für die EU gibt es nicht. Bitcoin Magazine nennt für Mitgliedstaaten Steuersätze von ungefähr acht bis 30 Prozent.

Marktdaten und steuerpolitischer Kontext
Die vorliegenden Berichte bringen die Kursbewegungen nicht mit der Abstimmung in Griechenland in Verbindung. Am 6. November 2026 um 11:13 UTC notierten Bitcoin und Ether laut den bereitgestellten CoinGecko-Daten im 24-Stunden-Vergleich niedriger.
| Asset | Kurs | Veränderung in 24 Stunden |
|---|---|---|
| Bitcoin (BTC) | 75.911 US-Dollar | -5,40 % |
| Ethereum (ETH) | 2.231,98 US-Dollar | -7,69 % |
Der Crypto Fear & Greed Index stand am 6. November bei 28 und wurde als „Fear“ eingestuft. Die bereitgestellten Daten stellen keinen Zusammenhang zwischen diesem Wert und dem griechischen Gesetz her. Bitcoin Magazine behandelte zudem Fragen zur Anschaffungskostenbasis und zu Prüfungen bei ausländischen Plattformen.
Als Vergleich nennt Bitcoin Magazine die häufig genannte Besteuerung von 30 Prozent in Frankreich und den Satz von acht Prozent in Zypern. Diese Werte liegen innerhalb der Spanne von ungefähr acht bis 30 Prozent, die das Medium für EU-Mitgliedstaaten angibt. Die steuerliche Behandlung kann daher je nach Land deutlich abweichen.

Was die Regeln für Anleger bedeuten
Für Menschen, die unter die griechischen Vorschriften fallen, legt der Beschluss einen Steuersatz für Krypto-Übertragungen fest. Steuerpflichtige Vorgänge können über den Verkauf gegen Bargeld hinausgehen: Bitcoin Magazine zählt auch das Bezahlen mit Krypto und bestimmte Einlagen in Unternehmenskapital dazu. Anschaffungspreise, Übertragungsbelege und Gebühren können für die Gewinnermittlung relevant sein.
Das Finanzministerium erklärt, der Rahmen solle Krypto-Anlagen in das griechische Steuersystem einbeziehen. Bitcoin Magazine berichtet, dass die EU-Regeln der DAC8 Krypto-Plattformen seit Januar dazu verpflichten, Nutzer- und Transaktionsdaten an nationale Steuerbehörden zu übermitteln. Die Aussagen des Beamten verweisen zugleich auf eine praktische Herausforderung: Die meisten Anleger verwenden ausländische Plattformen, während Einzelheiten zu Transparenz- und Prüfverfahren noch in den Umsetzungsrichtlinien festgelegt werden müssen.
Die Krypto-Steuer Griechenland betrifft nur die dort geltenden Regeln. Wie sie in der Praxis angewandt wird, kann von den ausstehenden Vorgaben zu Transparenz und Prüfungen abhängen. Dieser Artikel ist ein Nachrichtenbericht und keine Steuer- oder Rechtsberatung.
Was bisher feststeht
Griechenlands Parlament hat eine Steuer von zehn Prozent auf private Gewinne aus Krypto-Übertragungen ab 2027 beschlossen. Nettojahresgewinne bis 500 Euro bleiben ausgenommen. Richtlinien zu Transparenz und Prüfungen sollen noch folgen. Offen ist insbesondere, wie Tauschgeschäfte zwischen Kryptowährungen behandelt werden.
Quellen
- Greece approves 10% tax on crypto gains starting in 2027 (Cointelegraph)
- Greece Approves 10% Crypto Capital Gains Tax as First Framework Lands Below Draft Rate (Bitcoin Magazine)
- Greek Parliament legislative record (www.hellenicparliament.gr)
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

