S&P nennt es Schrott, der Markt nennt es Gold: Warum MSTR mit Bitcoin um 114 % steigt

Tom Nyarunda
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Dieser Artikel wurde ursprünglich im The Bit Journal veröffentlicht:
Warum verdoppelte sich der MSTR Aktienkurs trotz einer miserablen S&P-Kreditbewertung und was sagt das über den Status von Bitcoin als Finanzanlage aus?


Strategys MSTR Aktienkurs trotzt schwacher Bewertung

Das weltweit führende Bitcoin-Treasury-Unternehmen Strategy konnte seinen MSTR-Aktienkurs verdoppeln – obwohl es von S&P Global Ratings eine schwache Kreditbewertung von B- erhielt. Laut der Ratingagentur seien Strategys schwache Liquidität und der enge Geschäfts­fokus potenzielle Risiken, die das Unternehmen langfristig gefährden könnten.

In einem Beitrag auf der Plattform X teilte Strategy mit, dass S&P Global das Unternehmen in die spekulative, nicht-investmentfähige Kategorie also den sogenannten „Junk-Bond“ Status eingeordnet habe, obwohl der Ausblick stabil bleibe.
CEO Michael Saylor betonte jedoch, dass Strategy das erste Digital-Asset-Treasury-Unternehmen sei, das überhaupt eine S&P-Bewertung erhalten habe – ein Zeichen für den anhaltenden Erfolg und die zunehmende Relevanz des Unternehmens.


Vertrauen in Strategys langfristige Bitcoin-Strategie

Trotz der niedrigen Bewertung, die normalerweise auf geringes Vertrauen hinweist, zeigte sich der MSTR-Aktienkurs robust und stieg um 2,27 % was einem Aufwärtspotenzial von rund 114 % gegenüber dem letzten Handelsschluss entspricht. Das signalisiert, dass Anleger weiter an die langfristige Bitcoin-Strategie des Unternehmens glauben.

Dass Investoren in einer Phase verstärkter Skepsis durch die S&P-Bewertung dennoch Vertrauen zeigen, könnte sich als Wendepunkt für die gesamte Kryptoindustrie erweisen.


Warum S&P so negativ urteilte

S&P begründete die schwache Kreditbewertung mit Strategys starkem Bitcoin Fokus. Die Bilanzstruktur sei zu stark an den Kryptomarkt gekoppelt: hohe Bitcoin-Bestände, aber geringe US-Dollar-Liquidität und schwache risikobereinigte Kapitalreserven.

Die Agentur erklärte weiter, dass sich in der Unternehmensstruktur ein inhärenter Währungsmismatch zeige die meisten Vermögenswerte seien in Bitcoin gehalten, während Schulden und Dividenden in US-Dollar fällig seien.

In ihrer Pressemitteilung schrieb S&P:

„Wir sehen Strategys hohe Bitcoin-Konzentration, den engen Geschäfts­fokus, die schwache risikobereinigte Kapitalisierung und die geringe US-Dollar-Liquidität als klare Schwächen.“


Was S&P übersehen haben könnte

Matthew Sigel, Leiter der Digital-Asset-Forschung bei VanEck, kommentierte auf X:

„Das Unternehmen kann seine Schulden derzeit bedienen, bleibt aber anfällig für externe Schocks.“

Doch Kryptoökonomien funktionieren oft anders: Sie leben von Vertrauen, Community und Markenstärke. Strategys Reputation könnte also ein entscheidender Faktor sein, den die traditionelle S&P-Methodik unterschätzt hat.

Bis heute bezeichnen viele neue Digital-Asset-Treasury-Firmen sich selbst als „MicroStrategies“ eine Hommage an das Original, das die Verbindung zwischen traditionellen Finanzmärkten und Bitcoin geprägt hat.
Zudem scheint S&P zu übersehen, dass sich die klassische Finanzwelt (TradFi) zunehmend mit der Kryptoindustrie vernetzt.


Fazit

Trotz der schlechten Bewertung vergab S&P einen stabilen Ausblick ein Hinweis darauf, dass Strategy bislang erfolgreich Zugang zu den Kapitalmärkten behalten und seine Schuldenlaufzeiten gut gemanagt hat.

Mit der nächsten größeren Fälligkeit erst im Jahr 2028 bleibt dem Bitcoin Treasury Unternehmen ausreichend Zeit, seine Position zu festigen vorausgesetzt, der Bitcoin-Kurs bleibt stabil.


Glossar wichtiger Begriffe

Strategy:
Ein Unternehmen mit einem dualen Geschäftsmodell es entwickelt KI-gestützte Analysesoftware, hält aber gleichzeitig große Mengen an Bitcoin als Teil seiner Treasury Strategie.

MSTR:
Das Börsenkürzel für Strategy Inc. (ehemals MicroStrategy).

Bitcoin-Treasury-Unternehmen:
Ein börsennotiertes Unternehmen, das einen erheblichen Teil seiner Unternehmenswerte in Bitcoin hält, um seine Bilanzstrategie abzusichern.


Häufig gestellte Fragen zu Strategy und Bitcoin-Treasury-Unternehmen

Wofür ist Strategy (MicroStrategy) bekannt?
Das Unternehmen begann als Anbieter von Software für Datenanalyse und Business Intelligence. Heute besteht seine Hauptstrategie darin, die Bilanz zu nutzen, um Bitcoin als primäres Treasury-Reserve-Asset zu erwerben.

Wie funktionieren Bitcoin-Treasury-Unternehmen?
Im Kern verfolgen sie das Ziel, digitale Vermögenswerte – insbesondere Bitcoin – anzuhäufen, unabhängig davon, ob dies ursprünglich Teil ihres Geschäftsmodells war.

Was ist Strategys Bitcoin-Strategie?
MicroStrategy nimmt Kapital über wandelbare Anleihen auf, um damit Bitcoin zu kaufen. Dadurch steigt der Bitcoin-Preis, was wiederum den MSTR Aktienkurs erhöht. Mit steigender Aktie kann das Unternehmen weiteres Kapital aufnehmen und noch mehr Bitcoin erwerben ein sich selbst verstärkender Zyklus.

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Tom Nyarunda is a writer with in-depth knowledge of blockchain, cryptocurrency, NFTs, and SaaS. Based in Kenya, Tom has devoted his time to the study of Bitcoin and cryptocurrency, as he believes them to be incorruptible products of the future.
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