Dieser Artikel wurde zuerst auf The Bit Journal veröffentlicht:
Nach dem erfolgreichen Abschluss des letzten Testnetzes steuert Ethereums Fusaka-Upgrade nun auf den Mainnet Start zu wird es die versprochenen Verbesserungen in Sicherheit und Skalierbarkeit liefern?
Ethereum schließt letzte Generalprobe erfolgreich ab
Die Ethereum Foundation hat am vergangenen Dienstag die finale Generalprobe für das Fusaka-Upgrade erfolgreich abgeschlossen und bereitet sich nun auf den Fusaka-Hard-Fork-Mainnet-Start vor. Sollte das Upgrade wie geplant verlaufen, dürfte der Hard Fork die Netzwerkskalierbarkeit und Integrationsstabilität deutlich verbessern.
Effizientere Datenerfassung und -verifizierung
Laut einem Beitrag auf der Plattform X (ehemals Twitter) von Stokes wurde das letzte Testnetz „Hoodi“ gegen 18:53 UTC gestartet. Dabei wurden mehrere Code-Änderungen getestet, die die Ethereum-Blockchain skalierbarer und kosteneffizienter machen sollen.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Tests bereitet sich das Netzwerk nun auf die Aktivierung des Fusaka-Hard-Fork-Mainnets Anfang Dezember vor.
Ein Testnet ist eine Kopie des Hauptnetzwerks (Mainnet), auf der Entwickler wichtige Updates prüfen und mögliche Probleme beheben können, bevor sie live gehen.
Das Fusaka Upgrade zielt darauf ab, die Datenabfrage und -verifizierung aus Layer-2-Netzwerken zu optimieren, um die Effizienz des Netzwerks weiter zu steigern. Darüber hinaus sollen Transaktionskosten sinken und die Nutzererfahrung verbessert werden.
Der bevorstehende Fusaka Hard Fork gilt als entscheidende Skalierungsebene, die es Ethereum ermöglichen soll, mehr Transaktionen zu geringeren Kosten zu verarbeiten.
Mehr Effizienz und Skalierbarkeit für das Netzwerk
Das Hoodi-Testnetz ist das letzte in einer Reihe von Tests, die nach den Holesky- und Sepolia-Testnetzen durchgeführt wurden. Es ebnet nun den Weg für den kommenden Fusaka-Hard-Fork-Mainnet-Start.
Laut einer Mitteilung der Ethereum Foundation soll der Hard Fork mindestens 30 Tage nach Abschluss des Hoodi-Tests auf dem Mainnet aktiviert werden.
Das Fusaka Upgrade ist ein technisches Backend-Update, das darauf abzielt, Effizienz und Skalierbarkeit zu verbessern, die Blockgas-Grenze zu erhöhen, die Datenkapazität (sogenannte “Blobs”) zu erweitern und die Sicherheitsfunktionen der Nodes zu stärken.
Besonders hervorzuheben ist die EIP-7594-Einführung, die die PeerDAS-Technologie (Peer Data Availability Sampling) beinhaltet. Sie ermöglicht es Validatoren, nur Teile der Daten zu prüfen, anstatt den gesamten Datensatz zu verarbeiten. Dadurch wird die Datenverfügbarkeit für Layer-2-Netzwerke verbessert und die Verifizierung effizienter gestaltet.
Fazit
Das Fusaka Upgrade stellt eine bedeutende Netzwerkerneuerung dar – rund sechs Monate nach dem „Pectra“-Upgrade im Mai. Entwickler zeigen sich optimistisch und sprechen bereits über den nächsten Schritt, das „Glamsterdam“-Upgrade, das eine schnellere Blockproduktion und parallele Transaktionsverarbeitung ermöglichen soll.
Sollte das Fusaka-Upgrade erfolgreich umgesetzt und der Hard Fork wie geplant im Dezember gestartet werden, können Nutzer mit besserer Skalierbarkeit und stabilerer Layer-2-Integration rechnen ein wichtiger Schritt in Ethereums langfristiger Entwicklung.
Glossar wichtiger Begriffe
Fusaka-Upgrade:
Ein bedeutendes Update der Ethereum-Blockchain, das deren Skalierbarkeit und Effizienz erhöhen soll insbesondere durch höhere Transaktionskapazität und optimierte Datenverarbeitung.
Hard Fork:
Ein nicht abwärtskompatibles Update, das zu einer dauerhaften Aufspaltung des Netzwerks führt und zwei voneinander unabhängige Blockchains entstehen lässt.
Testnet:
Eine Testumgebung, in der Entwickler Anwendungen, Smart Contracts und Protokolle erproben, ohne echtes Geld zu verwenden.
Mainnet:
Das aktive Hauptnetzwerk, in dem echte Transaktionen mit realen digitalen Vermögenswerten stattfinden.
Häufig gestellte Fragen zum Fusaka-Upgrade
Was ist das Fusaka-Upgrade?
Ein umfangreiches Netzwerk-Update, das die Osaka- (Ausführungsschicht) und Fulu-Upgrades (Konsensschicht) kombiniert, um die Leistung von Ethereum zu verbessern.
Wann wird es gestartet?
Das Ziel-Datum für die Mainnet-Aktivierung ist der 3. Dezember 2025.
Vor dem Start wurden mehrere öffentliche Testnet Deployments durchgeführt, um eine reibungslose Koordination zu gewährleisten.
Welche Auswirkungen hat es für die Nutzer?
Das Upgrade soll Transaktionen auf Layer-2-Rollups günstiger machen und insgesamt zu schnelleren, effizienteren Abläufen führen.
Welche technischen Verbesserungen sind vorgesehen?
Die Blockgas-Grenze soll von 45 Millionen auf 150 Millionen erhöht werden, wodurch mehr Transaktionen pro Block möglich sind. Zudem verbessert PeerDAS die Datenverfügbarkeit, was besonders für Layer-2 Lösungen entscheidend ist.

