XRP Prognose: Warum DonAlt das Setup bullisch sieht

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U.Today zufolge blieb nach der Angriffsmeldung der anhaltende Verkaufsdruck aus.

Die XRP Prognose von Analyst DonAlt stützt sich auf die verhaltene Marktreaktion auf einen gemeldeten Angriff auf Binance. U.Today berichtete am 1. November darüber und schrieb, DonAlt sehe darin ein bullisches Signal. Die verfügbaren Angaben bestätigen den Angriff jedoch nicht unabhängig oder belegen, dass er die Kurse beeinflusst hat.

Warum das wichtig ist

DonAlts Argument betrifft die Reaktion auf schlechte Nachrichten, nicht eine bestimmte technische Marke bei XRP. Ob die Kurse in den kommenden Wochen halten, ist offen. Auch das Börsenrisiko und die begrenzte Beleglage sind wichtig für die Einordnung.

Was hinter der XRP Prognose steckt

U.Today veröffentlichte seinen Bericht am 1. November um 10:43 UTC. Das Medium bezeichnete DonAlt als Analysten, der 2024 eine Rally von 700 Prozent für XRP vorhergesagt habe, und zitierte seine Einschätzung, das aktuelle Setup sei „schwer bärisch zu sehen“. Die vorliegenden Recherchedaten belegen seine frühere Prognose nicht unabhängig.

U.Today zufolge bestätigte das FBI, dass nordkoreanische Hacker die Infrastruktur von Binance angegriffen und 6,3 Milliarden US-Dollar abgezogen hätten. In den bereitgestellten Informationen gibt es keine separate Erklärung des FBI oder von Binance dazu. U.Today schrieb zudem, Binance habe 90 Prozent der Nutzerverluste aus eigenen Rücklagen ausgeglichen und das US-Finanzministerium habe zur Stabilisierung beigetragen. Auch diese Angaben sind hier nicht unabhängig bestätigt.

Laut U.Today beobachtete DonAlt, dass nach der Nachricht kein anhaltender Verkaufsdruck folgte. Er verglich die Reaktion mit der auf den Zusammenbruch von FTX im November 2022. DonAlt sagte dem Medium zufolge, das Ausbleiben weiterer Verkäufe nach FTX habe ihn „giga-bullisch“ gemacht. Danach sei Bitcoin von 16.000 auf 100.000 US-Dollar gestiegen. Das ist seine Deutung der damaligen Entwicklung, kein Beleg für eine Wiederholung.

Der CoinGecko-Snapshot vom 1. November um 12:13 UTC zeigte XRP bei 1,25 US-Dollar, ein Plus von 0,38 Prozent binnen 24 Stunden. Auf sieben Tage lag XRP 2,89 Prozent im Minus, auf 30 Tage 18,52 Prozent und auf ein Jahr 49,99 Prozent. Bitcoin notierte bei 77.901 US-Dollar, stieg binnen 24 Stunden um 0,48 Prozent und verlor binnen 30 Tagen 9,77 Prozent. Die Werte beschreiben die jeweiligen Zeiträume, erklären aber nicht die Ursachen der Bewegungen.

In einem früheren Bericht sagte U.Today, Bitcoin habe sich bei rund 77.935 US-Dollar gehalten und XRP habe sich bei 1,2498 US-Dollar eingependelt. Diese Angaben wurden vor dem CoinGecko-Snapshot veröffentlicht und sind weder dieselbe Messung noch unabhängig bestätigte Kurse.

Gesicherte Netzwerkgeräte in einem schwach beleuchteten Betriebsraum einer Kryptobörse
Börsensicherheit und der Umgang mit gemeldeten Verlusten bleiben offene Fragen.

Welche Fragen offenbleiben

Die Recherchedaten enthalten U.Todays Darstellung des Angriffs, aber kein separates Primärdokument zu Ablauf, Verlusten, Erstattungen oder zur Rolle des US-Finanzministeriums. Diese Details lassen sich daher nicht unabhängig bestätigen.

Auch der Vergleich mit FTX ist nur eingeschränkt aussagekräftig. U.Today schrieb, FTX-Kunden hätten ihre Gelder dauerhaft verloren, während Binance den Großteil der Verluste innerhalb weniger Tage ersetzt habe. Eine Entschädigung könnte dazu führen, dass ein stabiler Markt eher Erwartungen an begrenztere Folgen widerspiegelt als verborgene Stärke. Eine historische Parallele belegt aber nicht, dass sich ein Muster wiederholt.

U.Today zufolge sollten die kommenden Wochen zeigen, ob die Kurse halten, während sich die Aufmerksamkeit auf gestohlene Gelder verlagert, die über Mixer bewegt werden. Die Recherchedaten enthalten weder bestätigte Wallet-Bewegungen noch einen belegten Zeitplan. Mögliche Auswirkungen auf die Kurse bleiben daher spekulativ.

Wie Markt und Analysten reagierten

XRP Prognose und DonAlts Argument

CoinGecko gab die 24-Stunden-Spanne von XRP in seinem Snapshot um 12:13 UTC mit 1,25 bis 1,26 US-Dollar an. Dem Tagesplus von 0,38 Prozent standen Verluste über sieben Tage, 30 Tage und ein Jahr gegenüber. Bitcoins Tagesplus von 0,48 Prozent ist ein weiterer Messwert, aber kein Beweis für eine marktweite Reaktion auf den gemeldeten Vorfall.

Der Crypto Fear & Greed Index von Alternative.me lag am 1. November bei 34 und war der Kategorie „Fear“ zugeordnet. Dieser datierte Wert sagt nichts über künftige Renditen aus. DonAlt hält stabile Kurse nach schlechten Nachrichten für konstruktiv, doch eine verhaltene Reaktion beweist nicht, dass Käufer die Kontrolle übernehmen.

Die Zahlen lassen mehrere Deutungen zu: XRP lag auf Tagesbasis im Plus, verlor aber über längere Zeiträume deutlich. Die Recherchedaten trennen den möglichen Einfluss des Angriffs nicht von anderen Marktfaktoren.

Leerer Redaktionstisch mit Notizbuch und verschlossenem Laptop für die Marktbeobachtung
Entscheidend bleibt, ob sich die ruhige Marktreaktion fortsetzt.

Was die Entwicklung für Anleger bedeutet

Was das XRP-Signal aussagt und was nicht

DonAlts Einschätzung ist eine Wahrscheinlichkeitsannahme: Wenn der Markt schlechte Nachrichten ohne anhaltenden Rückgang verarbeitet, könnte das Kräfteverhältnis seiner Ansicht nach den Käufern zugutekommen. Das ist eine Meinung, keine sichere Prognose und kein Kursziel. Börsenrisiken unterscheiden sich zudem von XRP-Kursschwankungen. Eine im Bericht genannte Erstattung macht Nutzer oder ihre Vermögenswerte bei künftigen Vorfällen nicht risikofrei.

Wer die XRP Prognose einordnet, sollte DonAlts Interpretation von den Messwerten trennen. Er sieht eine Parallele zu den ersten Phasen der Erholung nach dem FTX-Zusammenbruch. Die Zahlen zeigen ein Tagesplus von 0,38 Prozent, zugleich aber deutliche längerfristige Rückgänge. Kryptokurse können sich stark in beide Richtungen bewegen.

Für eine bessere Einordnung wären eine direkte Bestätigung durch Binance oder Behörden, weitere Angaben zu den Erstattungen und die Frage relevant, ob die Kurse halten, wenn die Aufmerksamkeit weiterzieht. Die Recherchedaten bestätigen den Vorfall nicht unabhängig und enthalten keinen verifizierten Zeitplan zu Bewegungen gestohlener Gelder.

Einordnung der XRP Prognose

DonAlt hält es laut U.Today wegen der verhaltenen Marktreaktion für schwierig, die XRP Prognose bärisch zu bewerten. Er stützt sich auf seine Interpretation der Folgen des FTX-Zusammenbruchs 2022. Die Vorfälle unterscheiden sich, wichtige Angaben sind nicht unabhängig bestätigt, und XRP hat über längere Zeiträume deutlich verloren. Die aktuellen Daten zeigen nicht, wie sich der Kurs als Nächstes entwickelt.

Quellen

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

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