Binance Hack: Schwartz spottet über Stellar, Fragen bleiben offen

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Schwartz’ Stellar-Scherz begleitet Berichte über gestohlene XRP und gesperrte RLUSD.

Der gemeldete Binance Hack hat den früheren Ripple-Technikchef David Schwartz zu einem spöttischen Kommentar über Stellar veranlasst, wie U.Today am 30. Oktober berichtete. Hinter dem Scherz stehen allerdings ernstere Fragen: die gemeldeten XRP-Verluste, gesperrte RLUSD und die Ungewissheit, wie viel Geld tatsächlich zurückgeholt werden kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Laut U.Today scherzte Schwartz über unerwünschte XLM, nachdem ein anderer Branchenvertreter von verschwundenen Binance-Guthaben berichtet hatte.
  • Das Portal beziffert den gemeldeten Diebstahl auf 6,3 bis 6,36 Milliarden USD über zehn Blockchain-Netzwerke.
  • Der Bericht unterscheidet zwischen gestohlenen nativen XRP und RLUSD, die Ripple gesperrt haben soll.
  • Die Marktdaten zeigen breite Verluste, belegen aber nicht, welchen Anteil der Vorfall daran hatte.

Was zum gemeldeten Binance Hack bekannt ist

In seinem Bericht vom 30. Oktober, veröffentlicht um 09:54 Uhr UTC, schildert U.Today die Reaktion von Schwartz auf EasyA-Mitgründer Dom Kwok. Demnach hatte Kwok erklärt, Angreifer hätten seine Guthaben abgeräumt, Litecoin aber unangetastet gelassen.

Schwartz machte daraus einen Seitenhieb auf Stellar: Er scherzte, die Angreifer hätten seinem Binance-Konto stattdessen „zusätzliche 517 XLM“ gutgeschrieben. Der Witz stellt den Erhalt des konkurrierenden Tokens als unerwünschtes Ergebnis dar. Er ist kein Beleg für eine tatsächliche Übertragung.

U.Today ordnet den Kommentar in die langjährige Rivalität zwischen Ripple und Stellar ein. Stellar wurde dem Bericht zufolge vom früheren Ripple-Mitgründer Jed McCaleb gegründet. Der Scherz und die Beweislage zum mutmaßlichen Diebstahl sind jedoch getrennt zu betrachten.

Das vorliegende Quellenmaterial enthält weder eine direkte Stellungnahme von Binance zum Vorfall noch Transaktionsnachweise oder die Originalbeiträge der zitierten Personen. Die Angaben lassen sich deshalb nur mit klarer Quellenzuordnung wiedergeben, nicht als unabhängig bestätigte Einzelheiten.

Physischer Sicherheitsschlüssel und Beweisumschläge auf einem Arbeitsplatz für IT-Vorfallanalysen
Der vorliegende Bericht enthält keine Transaktionsnachweise und belegt keine abgeschlossenen Rückzahlungen.

Warum XRP und RLUSD unterschiedlich betroffen sind

Die finanziellen Folgen reichen weit über die XLM-Pointe hinaus. Laut U.Today entwendeten die Angreifer 233,46 Millionen XRP aus Binance-Hot-Wallets. Im Bericht vom 30. Oktober wird deren Wert mit rund 296 Millionen USD angegeben.

Native XRP lassen sich laut U.Today auf Protokollebene des XRP Ledger nicht zwangsweise einfrieren. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass jede Möglichkeit einer Rückholung ausgeschlossen ist. Der Bericht klärt nicht, welche Beträge Ermittler oder Börsen später möglicherweise zurückholen könnten.

Bei RLUSD beschreibt U.Today eine andere Situation. Jack McDonald, Senior Vice President bei Ripple, habe erklärt, das Unternehmen habe Bewegungen gestohlener RLUSD erkannt und die Adressen der Angreifer gesperrt. Binance-Mitgründerin Yi He habe Ripple für das Einfrieren von ungefähr 200 Millionen USD in RLUSD gedankt.

Dieser Unterschied ist für die Einordnung des Binance Hack bedeutsamer als der Stellar-Scherz. Die fehlende Sperrfunktion für native XRP auf Protokollebene unterscheidet sich von der Möglichkeit eines Stablecoin-Emittenten, Token zu sperren. Keine dieser Eigenschaften beantwortet für sich genommen die Frage, ob Börsenkunden entschädigt werden.

U.Today berichtet außerdem von insgesamt etwa 3 Milliarden USD, die über verschiedene Ökosysteme hinweg eingefroren worden seien. Eine Rückgabe dieser Gelder ist damit nicht belegt. Auch eine abgestimmte Aufstellung der Kundenverluste und abgeschlossenen Rückzahlungen fehlt.

Marktumfeld mit deutlichen Kursverlusten

Die Meldung zum Binance Hack fiel mit einem breiten Rückgang am Kryptomarkt zusammen. Der CoinGecko-Datenstand vom 30. Oktober 2026 um 19:02 Uhr UTC zeigte für BNB einen stärkeren Verlust über die vorangegangenen 24 Stunden als für Bitcoin oder XRP.

KryptowährungKurs in USDVeränderung über 24 Stunden
Bitcoin76.622-5,13 %
Ethereum2.228,85-4,24 %
BNB696,83-6,26 %
XRP1,24-3,56 %

Diese Zahlen beschreiben die Kursentwicklung, keinen nachgewiesenen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang. Sie trennen mögliche Verkäufe wegen des Vorfalls nicht von anderen Einflüssen. Ein XLM-Kursstand zur Beurteilung der Entwicklung von Stellar fehlt im vorliegenden Material.

Der Crypto Fear & Greed Index von Alternative.me lag am 30. Oktober bei 30 und damit in der Kategorie „Angst“. Dieser Wert liefert einen Stimmungskontext, erklärt aber nicht, warum einzelne Anleger gehandelt haben. Weder der Index noch die Kursdaten klären die Fragen zur Börsensicherheit und zur Rückholung der Gelder, die der Bericht aufwirft.

Geschlossenes Zugangstor zwischen einem Glaskorridor und gesicherten Serverschränken
Eingefrorene Gelder sind nicht gleichbedeutend mit Rückzahlungen an Kunden.

Welche Nachweise jetzt fehlen

Ein belastbares Update zum Binance Hack müsste zwischen entwendeten Vermögenswerten, eingefrorenen Beständen, zurückgegebenen Geldern und offenen Kundenforderungen unterscheiden. Diese Kategorien sind nicht austauschbar. Abgeschlossene Entschädigungen von Kunden gehen aus dem verfügbaren Bericht nicht hervor.

Auch die Zuschreibung des Angriffs bleibt vorläufig. U.Today zufolge brachten Blockchain-Ermittler den Vorfall mit Nordkoreas TraderTraitor in Verbindung, im Bericht auch als Lazarus bezeichnet. Das verfügbare Material nennt diese Ermittler jedoch nicht und enthält ihre Belege nicht.

Originaltransaktionsnachweise und direkte offizielle Stellungnahmen könnten helfen, diese Angaben zu prüfen. Solange sie im vorliegenden Material fehlen, müssen sowohl das gemeldete Ausmaß als auch der Stand der Rückholung mit entsprechender Quellenzuordnung beschrieben werden.

Häufige Fragen

Was sagte David Schwartz zum Binance Hack?

Laut U.Today scherzte er, Angreifer hätten seinem Konto XLM hinzugefügt. Damit machte er aus den gemeldeten Verlusten eines anderen Nutzers einen Seitenhieb auf Stellar. Eine echte Einzahlung bestätigt der Kommentar nicht.

Lassen sich gestohlene XRP wie RLUSD einfrieren?

Laut U.Today können native XRP auf Protokollebene nicht zwangsweise eingefroren werden. Ripple soll dagegen Adressen mit gestohlenen RLUSD gesperrt haben. Welche Gelder letztlich zurückgeholt werden, ist damit nicht geklärt.

Wurden die laut Bericht gestohlenen Gelder bereits zurückgezahlt?

U.Today berichtet von ungefähr 3 Milliarden USD an eingefrorenen Geldern über mehrere Ökosysteme hinweg. Dass dieser Betrag bereits an Binance-Kunden zurückgegeben wurde, geht daraus nicht hervor.

Quellen

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

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