Bitcoin Quantensicher ohne Upgrade? Neuer Vorschlag entfacht Debatte über Kosten und Grenzen

Jane Omada Apeh
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Jane Omada Apeh
Omada is a dedicated crypto journalist with a passion for making the fast-paced world of digital assets understandable and engaging. With years of experience covering cryptocurrency...
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Dieser Artikel wurde zuerst auf The Bit Journal veröffentlicht.

Ein neuer Vorschlag in der Diskussion um quantensicheres Bitcoin hat die Möglichkeit eröffnet, dass Nutzer ihre Transaktionen vor Quantenangriffen schützen können, ohne das Protokoll des Netzwerks zu verändern.

Avihu Levy, der Chief Product Officer von StarkWare, stellte ein Protokoll namens Quantum Safe Bitcoin (QSB) vor. Der Vorschlag beschreibt eine Methode, um einen quantensicheren Mechanismus an Transaktionen innerhalb der bestehenden Skriptregeln von Bitcoin anzuhängen, was weder einen Soft Fork noch ein netzwerkweites Upgrade erfordert.

Schon das allein macht den Vorschlag bemerkenswert. Änderungen an Bitcoin sind extrem langsam, umstritten und erfordern einen breiten Konsens. Daher zieht eine solche Lösung, die innerhalb des aktuellen Systems funktioniert, sofort Aufmerksamkeit auf sich.

Wie das quantensichere Modell für Bitcoin funktioniert

Der Vorschlag basiert auf einer Abkehr vom derzeitigen kryptografischen Ansatz von Bitcoin.

Bitcoin Transaktionen verwenden heute digitale Signaturen auf Basis elliptischer Kurven (ECDSA). Diese sind vor klassischen Computern sicher, aber anfällig für Quantenangriffe, die den Shor Algorithmus anwenden, welcher private Schlüssel aus öffentlichen Schlüsseln extrahieren kann.

Levys Ansatz eliminiert diese Abhängigkeit gänzlich. Anstatt Mathematik auf Basis elliptischer Kurven zu nutzen, verwendet QSB ein hashbasiertes Rätsel, das häufig als „Hash-to-Signature“ Operation bezeichnet wird.

Dieser Ansatz stützt sich auf die sogenannte Hash-Urbild-Resistenz, die von Quantencomputern nicht vollständig gebrochen, sondern nur mit langsameren Methoden wie dem Grover Algorithmus angegriffen werden kann.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich das Sicherheitsmodell von Signaturen, die Quantengeräte knacken können, hin zu hashbasierter Arbeit verschiebt, die selbst mit einem Quantenvorteil resistent bleibt. Diese Neugestaltung hält die Transaktion basierend auf den bestehenden Regeln von Bitcoin gültig und verbessert gleichzeitig den Widerstand gegen zukünftige Bedrohungen.

Die Kostenfrage: 75 bis 150 Dollar pro Transaktion

Die Haupteinschränkung des quantensicheren Bitcoin Vorschlags sind die Kosten. Die Erzeugung einer QSB Transaktion ist weitaus umfangreicher und erfordert daher erhebliche Off-Chain Berechnungen, vorzugsweise über Grafikprozessoren (GPU). Aktuelle Schätzungen beziffern die Kosten pro Transaktion auf 75 bis 150 Dollar.

Dies ist kein geringfügiger Nachteil, da es das System für alltägliche Zahlungen unpraktikabel macht. Stattdessen wird es als Werkzeug für hochwertige Überweisungen, institutionelle Verwahrungsbewegungen und Notfallszenarien positioniert. Die Berechnung selbst kann in wenigen Stunden erfolgen, aber die Kostenschranke ist das, was die Akzeptanz bremst.

Der Vorschlag schafft auch betriebliche Herausforderungen. QSB Transaktionen sind kein Standard; sie verbreiten sich nicht nach den Standardregeln des Bitcoin Netzwerks. Stattdessen müssten Nutzer sie direkt an Miner zahlen, die bereit sind, sie zu verarbeiten.

Zudem gibt es Lücken in der Kompatibilität, da das System beispielsweise nicht für das Lightning Netzwerk geeignet ist. Die vollständige Ausstrahlung auf der Blockchain ist noch in Arbeit, und die Komplexität der Transaktion ist im Vergleich zu normalen Bitcoin Überweisungen höher.

Diese Einschränkungen unterstreichen, dass dies kein einfaches Upgrade für Gelegenheitsnutzer ist.

Reaktion der Community: Durchbruch oder Übertreibung?

Die Reaktionen aus dem Bitcoin Ökosystem sind gemischt. Eli Ben-Sasson nannte die Entwicklung einen Meilenstein und argumentierte, sie beweise, dass Bitcoin sofort quantensicher sein kann. Doch nicht alle stimmen dem zu.

Der Vorschlag geht jedoch nicht auf jede Schwachstelle ein, insbesondere auf solche, die ältere Bitcoin Bestände betreffen. Es gibt viele frühe Wallet Typen, bei denen der öffentliche Schlüssel direkt offengelegt wird (wie bei P2PK Adressen), was später zu Sicherheitslücken führt, falls Quantenangriffe effizient werden.

Dies betrifft auch rund 1,7 Millionen BTC, die bekanntermaßen in älteren Formaten lagern und häufig in laufenden Diskussionen über Quantenrisiken erwähnt werden.

Die Unstimmigkeiten werfen ein größeres Problem auf, nämlich dass Teillösungen die systemischen Risiken nicht beseitigen.

Protokoll-Upgrades sind immer noch die beste Antwort

Sogar die Forscher, die QSB entwickelt haben, erkennen dessen Grenzen an. Der Vorschlag wird eher als vorübergehende Maßnahme oder als letzter Ausweg beschrieben, nicht als langfristige Lösung.

Die dauerhaftere Lösung sind weiterhin Upgrades auf Protokollebene, wie neue Adresstypen oder Signaturschemata, die auf Post-Quanten Sicherheit abzielen.

Ein Beispiel ist der Vorschlag BIP-360 (BIP steht für „Bitcoin Improvement Proposal“), der quantenresistente Strukturen wie Pay-to-Merkle-Root hinzufügen würde und nur über einen Soft Fork implementiert werden könnte. Die Herausforderung hierbei ist die Koordination.

Bitcoin hat keine zentrale Autorität, und Upgrades erfordern jahrelange Debatten und Tests. Dieser schrittweise Prozess ist mit ein Grund, warum Übergangskonzepte wie QSB an Aufmerksamkeit gewinnen.

Neue Forschungsergebnisse aus der Quantenabteilung von Google legen nahe, dass das Knacken der Kryptografie von Bitcoin weit weniger Ressourcen erfordern könnte als bisher angenommen, was den Zeitrahmen für reale Angriffe deutlich verkürzt.

Entwickler untersuchen bereits Alternativen, wie etwa Wiederherstellungslösungen, die es Nutzern ermöglichen, den Besitz einer Wallet zu beweisen, ohne private Schlüssel preiszugeben.

Fazit

Der quantensichere Bitcoin Vorschlag zeigt auf, dass sich das Netzwerk kurzfristig an zahlreiche Bedrohungen anpassen kann, für die langfristige Sicherheit jedoch tiefgreifende Änderungen notwendig sind. QSB beweist, dass Bitcoin heute ohne Upgrades widerstandsfähiger gemacht werden kann, aber die Kompromisse für eine breite Nutzung zu groß sind.

Gleichzeitig bestätigt es die Notwendigkeit von Upgrades auf Protokollebene, die Koordination der Community und Migrationspfade für gefährdete Coins. Die größte Stärke von Bitcoin, nämlich sein Widerstand gegen Veränderungen, ist auch sein größtes Hindernis bei der Verteidigung gegen Bedrohungen wie das Quantencomputing.

Die Diskussionen um quantensicheres Bitcoin bringen nun allmählich konkrete technische Vorschläge und Arbeitsmodelle hervor. Das QSB Schema von Levy zeigt, dass quantenresistente Transaktionen bereits heute innerhalb der bestehenden Infrastruktur von Bitcoin möglich sind, was jedoch mit einem finanziellen, technischen und praktischen Preis verbunden ist.

Bei Kosten von 75 bis 150 Dollar pro Transaktion, eingeschränkter Kompatibilität und unvollständiger Abdeckung von Schwachstellen sollte der Vorschlag eher als Übergangslösung und nicht als vollständige Antwort betrachtet werden.

Die größere Frage bleibt ungelöst. Bitcoin wird letztendlich ein koordiniertes Upgrade benötigen, um das Quantenrisiko vollständig zu bändigen.

Glossar

ECDSA: Das derzeit von Bitcoin verwendete Signatursystem.

Shor Algorithmus: Der Quantenalgorithmus, der Kryptografie auf Basis elliptischer Kurven brechen kann.

Hash-Urbild-Resistenz: Eigenschaft von Hash Funktionen, die ihre Umkehrung erschwert.

Soft Fork: Ein Bitcoin Upgrade, das abwärtskompatibel ist.

Quantencomputing: Ein fortschrittliches Rechenmodell, das das Potenzial hat, einige kryptografische Systeme anzugreifen.

Häufig gestellte Fragen zum quantensicheren Bitcoin Vorschlag

Was bedeutet quantensicheres Bitcoin?

Es bezieht sich darauf, Bitcoin resistent gegen Angriffe von Quantencomputern zu machen, welche die aktuelle Kryptografie brechen könnten.

Erfordert dieser Vorschlag ein Upgrade für Bitcoin?

Nein. Er funktioniert ohne Soft Fork und bleibt innerhalb der bestehenden Regeln von Bitcoin.

Warum ist die Lösung teuer?

Sichere Transaktionen erfordern eine rechenintensive Erzeugung mittels Grafikprozessoren (GPU).

Stellen Quantencomputer derzeit eine Bedrohung für Bitcoin dar?

Nicht unmittelbar, aber die Forschung legt nahe, dass die Gefahr früher eintreten könnte als bisher gedacht.

Was ist die langfristige Lösung?

Die meisten Experten bevorzugen Upgrades auf Protokollebene unter Verwendung von quantenresistenter Kryptografie.

Referenzen

NewsBitcoin

RootData

Defiant

Starkware

Forbes

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Omada is a dedicated crypto journalist with a passion for making the fast-paced world of digital assets understandable and engaging. With years of experience covering cryptocurrency and blockchain innovation, she offers readers more than just the headlines. She provides context, clarity, and depth. Her work spans everything from market trends and regulatory updates to emerging technologies and real-world use cases that are shaping the future of finance. Omada strives to bridge the gap between complex crypto concepts and everyday readers, ensuring that both seasoned investors and curious newcomers can find value in her insights. Her mission is simply to inform, inspire, and keep her audience one step ahead in the ever-evolving crypto universe.
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