Dieser Artikel wurde zuerst im The Bit Journal veröffentlicht. Kürzlich veröffentlichte Gerichtsunterlagen des US-Justizministeriums (DOJ), bekannt als die sogenannten Epstein-Akten, zeigen, dass Jeffrey Epstein – der berüchtigte Finanzier und verurteilte Sexualstraftäter – Jahre nach seiner strafrechtlichen Verurteilung heimlich in namhafte Kryptowährungsunternehmen investierte. Die Enthüllungen eröffnen eine neue Perspektive auf Epsteins Finanzaktivitäten und seine Verbindungen innerhalb der Welt digitaler Vermögenswerte.
Epstein-Akten zeigen frühe Coinbase-Investition
Wie aus von Bloomberg zitierten Informationen und den Epstein-Akten hervorgeht, investierte Epstein im Jahr 2014 rund drei Millionen US-Dollar in die Kryptobörse Coinbase. Die Beteiligung erfolgte über eine Gesellschaft mit Sitz auf den US-Jungferninseln. Zu diesem Zeitpunkt war Coinbase noch ein junges Start-up mit einer geschätzten Bewertung von rund 400 Millionen US-Dollar, wodurch Epsteins Anteil weniger als ein Prozent des Unternehmens ausmachte.
Den Unterlagen zufolge wurde die Investition von Brock Pierce, einem bekannten Krypto-Investor und ehemaligen Kinderdarsteller, sowie Brad Stephens, Mitgründer von Blockchain Capital, vermittelt. E-Mail-Korrespondenzen in den Akten deuten darauf hin, dass Coinbase-Mitgründer Fred Ehrsam über Epsteins Beteiligung informiert war. Ob es jemals zu einem persönlichen Treffen zwischen beiden kam, bleibt jedoch unklar.
Epstein erwog Ausbau seiner Coinbase-Beteiligung
Epsteins Interesse an Coinbase ging über die ursprüngliche Investition hinaus. Den Dokumenten zufolge prüfte Blockchain Capital im Jahr 2018 die Möglichkeit, einen Teil von Epsteins Anteil zu übernehmen. Zudem geht aus den Akten hervor, dass Epstein erwog, sich erneut an Coinbase zu beteiligen – diesmal im Rahmen der Series-E-Finanzierungsrunde. Coinbase ging später im Jahr 2021 an die Börse und wird heute mit nahezu 50 Milliarden US-Dollar bewertet.
Blockstream-Verbindungen tauchen in Epstein-Akten auf
Neben Coinbase belegen die Epstein-Akten auch eine kurzzeitige Beteiligung Epsteins an Blockstream, einem auf Bitcoin spezialisierten Infrastrukturunternehmen. Auch diese Investition erfolgte 2014, wurde jedoch bereits wenige Monate später wieder veräußert. Als Grund wurden Interessenkonflikte genannt.
Blockstream-CEO Adam Back reagierte auf die Enthüllungen und erklärte, das Unternehmen habe weder aktuell noch in der Vergangenheit finanzielle Verbindungen zu Epsteins Nachlass. Seine Stellungnahme erfolgte vor dem Hintergrund wachsender Fragen nach der Veröffentlichung der neuen Dokumente, die Epsteins bislang unbekannte Aktivitäten im Kryptosektor beleuchten.
Unterlagen zeigen Epsteins weitreichenden finanziellen Einfluss
Die Enthüllungen sind Teil von tausenden Seiten finanzieller Unterlagen, die vom DOJ veröffentlicht wurden. In ihrer Gesamtheit zeigen die Epstein-Akten, dass seine Krypto-Investitionen nur ein Teil eines weitreichenden Portfolios aus Engagements in den Bereichen Finanzen, Medien und Technologie waren. Diese Investitionen verschafften ihm trotz seiner kriminellen Vergangenheit Zugang zu einflussreichen Netzwerken.
Auch wenn die Dokumente kein Fehlverhalten der betroffenen Krypto-Unternehmen nahelegen, verdeutlichen sie, wie es Epstein gelang, sich still und leise an schnell wachsenden Digital-Asset-Firmen zu beteiligen. Die neuen Erkenntnisse verkomplizieren das ohnehin kritisch betrachtete Bild von Epsteins finanziellem Vermächtnis und seinen verdeckten Verbindungen zur Kryptowelt weiter.
Fazit
Die Enthüllungen verstärken die Debatte über frühe Krypto-Finanzierungen und mangelnde Transparenz bei Investoren. Sie zeigen, wie umstrittenes Kapital unbemerkt in aufstrebende Blockchain-Unternehmen fließen konnte. Auch ohne Vorwürfe gegen die Firmen selbst machen die Epstein-Akten die langfristigen Reputationsrisiken intransparent finanzierter Frühphaseninvestitionen deutlich.
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Zusammenfassung
- DOJ-Unterlagen zeigen, dass Epstein 2014 heimlich rund drei Millionen US-Dollar in Coinbase investierte.
- Die Beteiligung wurde über Krypto-Insider arrangiert und blieb jahrelang verborgen.
- Epstein erwog später eine erneute Investition, als Coinbase wuchs und an die Börse ging.
- Zudem gibt es Hinweise auf ein kurzfristiges Engagement bei dem Bitcoin-Unternehmen Blockstream.
Glossar zentraler Begriffe
Epstein-Akten: DOJ-Dokumente zu den Finanzen und Investitionen von Jeffrey Epstein
DOJ: US-Justizministerium, das die Finanzunterlagen veröffentlichte
Series E: Späte Finanzierungsrunde von Coinbase
Brad Stephens: Mitgründer von Blockchain Capital, beteiligt an Epsteins Deals
Fred Ehrsam: Mitgründer von Coinbase, über Epsteins Investment informiert
Blockstream: Bitcoin-Infrastrukturunternehmen, kurzzeitig von Epstein unterstützt
Adam Back: CEO von Blockstream, bestätigte fehlende Verbindungen zu Epsteins Nachlass
Häufig gestellte Fragen zu Epsteins Verbindungen zu Coinbase und Blockstream
- Wie viel investierte Epstein in Coinbase?
Er investierte 2014 rund drei Millionen US-Dollar über eine Offshore-Gesellschaft. - Wer arrangierte den Coinbase-Deal?
Brock Pierce und Brad Stephens vermittelten die Investition. - Blieb Epstein bei Coinbase investiert?
Er erwog später einen Verkauf oder eine erneute Beteiligung vor dem Börsengang. - Welche Verbindung hatte Epstein zu Blockstream?
Er unterstützte Blockstream kurzzeitig im Jahr 2014 und zog sich Monate später zurück.
Quellen
Bloomberg


