Lehren für Nutzer aus dem Fall eines kanadischer Coinbase-Support-Betrügers, der 2 Millionen Dollar in Krypto stahl

Tom Nyarunda
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Dieser Artikel wurde erstmals bei The Bit Journal veröffentlicht: Wie nutzte ein kanadischer Coinbase-Support-Betrüger Social-Engineering-Methoden, um Kryptowährungen im Wert von über 2 Millionen US-Dollar zu stehlen? Lesen Sie weiter, um mehr zu erfahren.


Der bekannte Krypto-Ermittler ZachXBT hat einen kanadischen Coinbase-Support-Betrüger enttarnt, der mithilfe raffinierter Social-Engineering-Tricks Kryptowährungen im Wert von über 2 Millionen US-Dollar erbeutet hat. Der kanadische Täter gab sich dabei als Mitarbeiter des Coinbase-Kundendienstes aus und brachte Nutzer der Börse um ihre digitalen Vermögenswerte.

Laut einem Beitrag von ZachXBT auf der Social-Media-Plattform X konnte der Ermittler den Täter eindeutig identifizieren, indem er Social-Media-Aktivitäten, Screenshots aus Telegram-Gruppen sowie On-Chain-Wallet-Transaktionen miteinander abglich. Der Fall verdeutlicht einen besorgniserregenden Anstieg von Angriffen, die gezielt menschliches Verhalten im wachsenden Web3-Ökosystem ausnutzen.

In Bezug auf den 2-Millionen-Dollar-Kryptobetrug erklärte ZachXBT, dass es sich bei dem Täter um eine Person namens Haby (Havard) handelt, und schrieb:

„Lernen Sie Haby (Havard) kennen – einen kanadischen Bedrohungsakteur, der im vergangenen Jahr durch Coinbase-Support-Impersonation und Social-Engineering-Betrug über 2 Millionen US-Dollar gestohlen hat. Das Geld wurde für seltene Social-Media-Usernames, VIP-Flaschenservice und Glücksspiel ausgegeben.“


Kanadischer Impersonator nutzte gezielte Social-Engineering-Tricks

Weitere Beweise für die Aktivitäten des kanadischen Impersonators deuten auf ein geleaktes Video hin, das zeigt, wie der Täter telefonisch mit einem mutmaßlichen Opfer spricht und sich dabei als Kundenbetreuer ausgibt. In dem Video sind zudem weitere belastende Details zu sehen – darunter eine persönliche E-Mail-Adresse sowie eine Telefonnummer, die mit seinem Telegram-Account verknüpft ist.

Solche Betrugsmaschen nehmen deutlich zu, da sie gezielt auf das Vertrauen der Nutzer in vermeintlich offizielle Kundendienstkanäle setzen. In dem Beitrag heißt es weiter:

„Zusätzliche Screenshots aus seinem Instagram-Account zeigen weitere Social-Engineering-Diebstähle. Ein Story-Post, der versehentlich von ‚Harvis MacBook Air‘ veröffentlicht wurde, lieferte weitere Hinweise. Eine Person aus seinem Chat riet ihm sogar, nicht ständig mit seinem Lebensstil zu prahlen.“


Klassische Cold-Storage-Lösungen reichen nicht mehr aus

Laut Gideon Cohen, Security Advisor bei SQHWYD GLOBAL Ltd, haben Akteure wie der kanadische Impersonator ihre Angriffe auf Krypto-Aktivitäten deutlich verstärkt. Seinen Aussagen zufolge ist die Zahl der Social-Engineering-Angriffe auf digitale Vermögenswerte im Jahr 2025 stark gestiegen.

Auch das von Cohen mitgegründete Krypto-Sicherheitsunternehmen Halborn warnt, dass traditionelle Cold-Storage-Methoden in hochfrequenten Handelsumgebungen nicht mehr ausreichend sind. Laut Halborn waren über 60 % der großen Krypto-Exchange-Hacks auf kompromittierte statische Private Keys zurückzuführen, die mit herkömmlichen Methoden gespeichert wurden.

Weitere Ermittlungen von ZachXBT führten zurück bis Ende 2024. Screenshots aus dem Dezember 2024 zeigen, wie der mutmaßliche kanadische Coinbase-Support-Betrüger 21.000 XRP im Wert von rund 44.000 US-Dollar von einem Coinbase-Nutzer stahl. Eine spätere Analyse ergab zudem einen weiteren Diebstahl in Höhe von etwa 560.000 US-Dollar von einer Bitcoin-Adresse.


Fazit

Die Aktivitäten des kanadischen Coinbase-Support-Betrügers verdeutlichen die Sicherheitsversäumnisse vieler Krypto-Nutzer im Jahr 2025 – und wie wichtig proaktive Schutzmaßnahmen sind. Laut ZachXBT müssen Krypto-Anleger selbst Verantwortung übernehmen: wachsam bleiben, private Daten schützen, Passwörter absichern und eigene Hardware-Wallets nutzen, anstatt größere Vermögenswerte dauerhaft auf Börsen zu belassen.


Glossar wichtiger Begriffe

Krypto-Betrug:
Ein betrügerisches System, bei dem digitale Währungen wie Bitcoin genutzt werden, um Menschen zur Überweisung von Geldern zu verleiten – häufig durch das Vortäuschen bekannter Marken oder Personen.

Social-Engineering-Betrug:
Psychologische Manipulation, um Opfer dazu zu bringen, sensible Informationen wie Passwörter oder private Schlüssel preiszugeben.

Impersonator:
Eine Person, die sich als jemand anderes ausgibt – entweder zur Unterhaltung oder zu betrügerischen Zwecken.


Häufig gestellte Fragen zu Krypto-Social-Engineering-Betrug

Was sind die häufigsten Formen von Social-Engineering-Betrug im Krypto-Bereich?
Betrüger übertragen klassische Betrugsmethoden auf den Kryptomarkt. Dazu zählen unter anderem Phishing-Angriffe, Identitätsbetrug, Investment-Scams, „Pig-Butchering“-Maschen und gefälschter technischer Support.

Welche Warnsignale sollten Nutzer beachten?
Wachsamkeit und gesunder Skeptizismus sind der beste Schutz. Typische Warnzeichen sind garantierte Renditen ohne Risiko, künstlicher Zeitdruck, aggressive Überredungstaktiken, Aufforderungen zur Herausgabe von Private Keys oder Seed-Phrases sowie unerwartete Kontaktaufnahmen.

Kann ich meine Gelder zurückholen, wenn ich Opfer eines Betrugs werde?
Krypto-Transaktionen sind grundsätzlich unumkehrbar. Ist das Geld einmal versendet, ist eine Rückholung in den meisten Fällen nicht mehr möglich.


Quellen
X/ZachXBT
Business Insider

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Tom Nyarunda is a writer with in-depth knowledge of blockchain, cryptocurrency, NFTs, and SaaS. Based in Kenya, Tom has devoted his time to the study of Bitcoin and cryptocurrency, as he believes them to be incorruptible products of the future.
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