Circle Stablecoin Regeln stehen im Mittelpunkt einer Stellungnahme an die SEC. Circle will, dass qualifizierende Zahlungs-Stablecoins bei bestimmten Berechnungen wie Bargeld behandelt und für die Abwicklung von Transaktionen genutzt werden können. Die SEC hat diese Änderungen bislang nicht beschlossen.
NewsBTC berichtete am 2. November, Circle habe sein Schreiben am 20. Oktober eingereicht und am 28. Oktober eine Zusammenfassung veröffentlicht. Die Forderungen könnten beeinflussen, wie Intermediäre Stablecoins bei tokenisierten Angeboten verbuchen. Bislang handelt es sich jedoch um die Position des Unternehmens.
Die wichtigsten Punkte zu Circles SEC-Forderung
- Circle fordert, dass die geplanten SEC-Regeln für Kryptowerte mit den Vorgaben für Zahlungs-Stablecoins abgestimmt werden.
- Das Unternehmen beantragt eine Behandlung als Bargeld nach dem vorgeschlagenen Rule 302(b) sowie eine Senkung eines Broker-Dealer-Haircuts von 2 Prozent auf null, sofern Schutzvorkehrungen gelten.
- Die SEC hat den gewünschten Umgang nicht genehmigt. Der endgültige Regeltext kann davon abweichen.
- Circle bittet außerdem um Klarheit dazu, wie laufende technische Arbeiten an funktionsfähigen Blockchain-Netzwerken bewertet werden.
Was Circle von der SEC geklärt haben möchte
Nach der Darstellung von NewsBTC zu Circles Zusammenfassung vom 28. Oktober soll die SEC ihren Vorschlag „Regulation Crypto Assets“ mit dem GENIUS Act abstimmen. Circle möchte wissen, wie qualifizierende Zahlungs-Stablecoins bei Transaktionen als Gegenleistung und als Abwicklungsinstrument eingesetzt werden können.
Zusätzlich beantragt Circle, qualifizierende Stablecoins nach dem vorgeschlagenen Rule 302(b) wie Bargeld zu behandeln. Für eine bestimmte Broker-Dealer-Berechnung soll der Haircut nach Circles Wunsch von 2 Prozent auf null sinken, wenn Schutzvorkehrungen gelten. Ein Haircut ist ein Abschlag in einer Finanzberechnung. Ein geringerer Abschlag könnte die Bilanzkosten verändern, die einem Intermediär durch das Halten oder Verwenden eines Vermögenswerts entstehen. Der Token selbst würde dadurch nicht verändert.
Diese Forderungen sind keine bereits geltenden Circle Stablecoin Regeln. NewsBTC zufolge beschreibt das Schreiben Circles bevorzugten Ansatz, nicht eine Entscheidung der SEC. Offen sind unter anderem die Kriterien für qualifizierende Stablecoins und die möglichen Schutzvorkehrungen. Auch der endgültige Regeltext könnte anders ausfallen.

Warum Circle Stablecoin Regeln für tokenisierte Transaktionen relevant sind
Circles Forderung dreht sich darum, welche Rolle qualifizierende Zahlungs-Stablecoins in einer tokenisierten Transaktion spielen könnten. Anleger müssen möglicherweise einen Wert übertragen, Emittenten müssen ihn erhalten und Intermediäre müssen die daraus entstehenden Guthaben verbuchen. Das Abwicklungsinstrument beeinflusst, wie diese Schritte zusammenpassen.
Klare Vorgaben könnten Unsicherheit bei Bewertung, Verwahrung und Kundenreserven verringern. Eine günstige regulatorische Einstufung beantwortet aber nicht automatisch, welchen Anspruch ein Token verkörpert, wie er eingelöst werden kann oder was passiert, wenn eine Transaktion oder ein Intermediär scheitert. Diese Fragen bleiben auch dann relevant, wenn die SEC den gewünschten Umgang mit Stablecoins prüft.
Ein weiterer Punkt im Schreiben betrifft technische Arbeiten, die fortgesetzt werden, nachdem ein Blockchain-Netzwerk funktionsfähig geworden ist. Circle fordert die SEC auf, laufende Wartung von Managementleistungen zu unterscheiden, die dem Aufbau eines Investitionsangebots dienen. NewsBTC berichtete über diese Argumentation. Software kann auch nach der Funktionsfähigkeit eines Netzwerks repariert und verbessert werden. Wo die rechtliche Grenze verläuft, hängt jedoch von den endgültigen Regeln und ihrer Anwendung ab. Circles Einordnung ist ein Vorschlag an die Behörde, keine feststehende Auslegung.
Die Abwicklungsfrage legt nicht fest, wie die SEC einen bestimmten Token nach ihrem Vorschlag einstufen wird. Sie betrifft vielmehr die mögliche Rolle qualifizierender Zahlungs-Stablecoins im Regelwerk.
Marktreaktion
Die verfügbaren Marktdaten vom 2. November belegen keine Kursbewegung, die auf Circles Schreiben zurückzuführen wäre. Die von CoinGecko um 08:13 Uhr UTC erfassten 24-Stunden-Daten zeigten Bitcoin und Ether im Plus. XRP lag leicht im Minus, Solana ebenfalls. Die vorliegenden Angaben stellen keinen Zusammenhang zwischen diesen Bewegungen und der SEC-Forderung her.
| Asset | Kurs | Veränderung in 24 Stunden | Zeitpunkt der Daten |
|---|---|---|---|
| Bitcoin (BTC) | 78.093 USD | +0,29 % | 2. November 2026, 08:13 Uhr UTC |
| Ether (ETH) | 2.287,85 USD | +0,90 % | 2. November 2026, 08:13 Uhr UTC |
| XRP | 1,25 USD | -0,07 % | 2. November 2026, 08:13 Uhr UTC |
| Solana (SOL) | 94,26 USD | -1,14 % | 2. November 2026, 08:13 Uhr UTC |
Die Kurse sind Momentaufnahmen, kein Beleg für eine Reaktion auf die Regulierung. Sie geben die Veränderung im angegebenen 24-Stunden-Zeitraum wieder. Aus den verfügbaren Daten geht nicht hervor, wodurch die Bewegungen ausgelöst wurden.

Welche nächsten Schritte bei Circle Stablecoin Regeln wichtig sind
Relevant wäre als Nächstes eine formelle Maßnahme der SEC oder ein überarbeiteter Vorschlag, der die angesprochenen Fragen behandelt. Bis dahin bleiben Circle Stablecoin Regeln eine Forderung und begründen keinen Anspruch für Emittenten oder Intermediäre. Eine Erklärung der SEC dazu, welche Token qualifizieren könnten, welche Schutzvorkehrungen gelten und wie die Bargeldbehandlung praktisch aussehen soll, würde den möglichen Geltungsbereich präzisieren.
Zu beobachten ist außerdem, ob die SEC eine klare Grenze zwischen technischer Wartung an einem funktionsfähigen Netzwerk und Tätigkeiten zieht, die sie als Management einordnet. Laut der Berichterstattung von NewsBTC ist diese Abgrenzung offen. Ihre Ausgestaltung hängt von den endgültigen Regeln und ihrer Anwendung ab.
Mehr regulatorische Klarheit würde Fragen zu Einlösung, Verwahrung oder Kundenreserven nicht von selbst lösen. Auch der rechtliche Anspruch, den ein Token verkörpert, und die Bedingungen für seine Einlösung bleiben relevant.
Häufige Fragen
Sind die Circle Stablecoin Regeln von der SEC genehmigt?
Nein. Circle hat in einer Stellungnahme eine bestimmte Behandlung beantragt. NewsBTC zufolge handelt es sich dabei nicht um eine Entscheidung der SEC. Die späteren Regeln der Behörde können anders ausfallen.
Was bedeutet ein Haircut von null Prozent?
Bei den qualifizierenden Stablecoins würde in der von Circle beschriebenen Broker-Dealer-Berechnung kein Abschlag angesetzt, sofern die Schutzvorkehrungen erfüllt sind. Die Forderung betrifft eine bestimmte Berechnung. Sie ist keine allgemeine SEC-Entscheidung, alle Stablecoins wie Bargeld zu behandeln.
Warum möchte Circle Stablecoins wie Bargeld behandeln lassen?
Circle beantragt die Bargeldbehandlung nach dem vorgeschlagenen Rule 302(b). Außerdem will das Unternehmen klären lassen, wie qualifizierende Zahlungs-Stablecoins als Gegenleistung und Abwicklungsinstrument eingesetzt werden können. Ob die SEC dem zustimmt und welche Token infrage kämen, ist offen.
Quellen
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

