Die Goldpreis Prognose steht diese Woche nach dem schwächsten Oktober seit 2008 auf dem Prüfstand. Gold schloss am Freitag bei 3.875 US-Dollar je Unze, ein Minus von 3,6 Prozent in der letzten Sitzung des Monats. Gleichzeitig nahm der Verkaufsdruck bei Technologie- und KI-Aktien zu.
Der Goldpreis fiel unter die Unterstützung bei etwa 3.970 US-Dollar und unter das Oktober-Tief von 2025 bei 3.886 US-Dollar. BeInCrypto nennt Energiepreise, Zinserwartungen und die Belastung an den Aktienmärkten als Faktoren für den Ausverkauf. In den USA stehen diese Woche außerdem die Zwischenwahlen und der Arbeitsmarktbericht für Oktober an.
Die wichtigsten Punkte zur Goldpreis Prognose
- Gold beendete den Freitag bei 3.875 US-Dollar je Unze, nachdem der Preis in der Sitzung um 3,6 Prozent gefallen war, berichtet BeInCrypto.
- Ole Hansen von der Saxo Bank sagte, nach dem Bruch der Marke von etwa 3.970 US-Dollar hätten chartgetriebene Verkäufe den Markt bestimmt.
- Ölpreise, Zinserwartungen und die Schwäche am Aktienmarkt zählen laut BeInCrypto zu den Faktoren des Ausverkaufs.
- Ein Anstieg über 4.000 US-Dollar könnte laut Hansen die kurzfristige Lage beruhigen. Eine dauerhafte Erholung wäre damit aber nicht bestätigt.
Warum der Goldpreis im Oktober unter Druck geriet
BeInCrypto berichtete am 1. November, dass Gold unter 3.886 US-Dollar geschlossen hatte. Das war das Oktober-Tief von 2025. Zuvor war der Kurs unter die Unterstützung bei ungefähr 3.970 US-Dollar gerutscht. Ole Hansen, Leiter der Rohstoffstrategie bei der Saxo Bank, sagte laut dem Bericht, chartgetriebene Verkäufer hätten die Kontrolle übernommen.
Hansen zufolge hatten Hedgefonds neun Wochen in Folge ihre optimistischen Goldpositionen reduziert. Wenn weitere Halter aufgeben, könne der Rückgang tiefer ausfallen und länger dauern, warnte er. Das ist eine Einschätzung des Marktstrategen, keine sichere Vorhersage für den weiteren Kursverlauf.
Seit Juli flossen außerdem rund 150 Tonnen in börsengehandelte Goldfonds, berichtete BeInCrypto. Nach Angaben der Saxo Bank liegen viele dieser Käufe inzwischen im Verlust. Der Bericht nennt allerdings weder, welcher Anteil der Bestände verkauft werden könnte, noch wann das geschehen würde.

Welche Faktoren die Goldpreis Prognose beeinflussen
Gold wirft keine Zinsen ab. Steigende Zinsen können das Edelmetall deshalb im Vergleich zu Anlagen mit Zinsertrag weniger attraktiv machen. BeInCrypto verwies auf den Ökonomen Robin Brooks. Seit Beginn des Iran-Kriegs sei ein Anstieg des Brent-Ölpreises um 10 Prozent mit einem Rückgang des Goldpreises um 4 Prozent einhergegangen, schrieb Brooks.
Teureres Öl kann die Inflation anheizen und damit die Zinspolitik der USA in den Fokus rücken. Laut Hansen erwarteten die Märkte weiterhin zwei Zinserhöhungen. Das ist eine Markterwartung und keine bestätigte Entscheidung der Federal Reserve. Hansen sagte auch, ein stärkerer Einbruch an den Aktienmärkten könne die Fed dazu bringen, die von den Märkten erwarteten Erhöhungen fallen zu lassen.
Auch die Aktienmärkte spielen eine Rolle. BeInCrypto berichtete, Hedgefonds hätten ihre Aktienpositionen so stark reduziert wie seit 2017 nicht mehr. Besonders betroffen seien KI-Aktien gewesen. Der Marktkommentator Prem Soni bezeichnete den Rückgang am Freitag als Margin Call. Bei hoher Verschuldung und fehlendem Cashflow verkaufe man nicht unbedingt, was man verkaufen wolle, sondern was sich verkaufen lasse, sagte er. Seine Aussage beschreibt den möglichen Druck, Geld freizumachen. Der Bericht belegt jedoch nicht, welche Vermögenswerte konkret verkauft wurden.
Damit stehen sich unterschiedliche mögliche Entwicklungen gegenüber. Hansen sagte laut BeInCrypto, der aktuelle Aktienausverkauf belaste Gold. Sollte er jedoch die Erwartungen an die Fed verändern, könnte derselbe Druck später auch zum Vorteil des Edelmetalls werden. Das bleibt ein mögliches Szenario und ist kein bestätigter Ausgang.
Goldpreisausblick: unterschiedliche Einschätzungen
Die kurzfristige Lage wirkt schwach: Gold beendete den Freitag unter 3.900 US-Dollar und hatte die Unterstützung bei etwa 3.970 US-Dollar sowie das Oktober-Tief bei 3.886 US-Dollar unterschritten. Die von BeInCrypto zitierten Analysten bewerteten das mögliche Abwärtspotenzial unterschiedlich. Hansen warnte, weitere Verkäufe könnten den Rückgang verlängern. Brooks schrieb nach dem Fall unter 4.000 US-Dollar, ein erneuter „heißer“ Krieg mit Iran würde Gold kurzfristig belasten, das Abwärtspotenzial sei aber begrenzt.
Ronnie Stoeferle vom Vermögensverwalter Incrementum verwies auf Positionierungsdaten als Zeichen nachlassender Stimmung. Die optimistischen Silberpositionen seien von 42.756 Kontrakten im Juli 2025 auf 3.321 gefallen, sagte er. Außerdem würden nur 10 Prozent der Goldminenaktien über ihrem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt gehandelt, einer häufig verwendeten langfristigen Trendlinie. Diese Beobachtungen belegen keinen Kursboden.
Der Analyst Rashad Hajiyev skizzierte eine längerfristige und spekulative Einschätzung. Er bezeichnete 2026 als Konsolidierungsphase und hielt eine mögliche Bewegung in Richtung 10.000 US-Dollar in den Jahren 2027 oder 2028 für denkbar. Das ist sein Szenario, keine gesicherte Entwicklung. Es löst die kurzfristigen Risiken nicht.

Diese Termine könnten den Goldpreis bewegen
BeInCrypto nannte für diese Woche zwei US-Termine: die Zwischenwahlen am Dienstag und den Arbeitsmarktbericht für Oktober am Freitag. Eine erwartete Zahl zu den Arbeitsplätzen enthielt der Bericht nicht. Hansen sagte, eine Erholung über 4.000 US-Dollar könnte die kurzfristige Lage beruhigen. Die Marke allein wäre aber kein Beleg für eine anhaltende Erholung.
Für die Goldpreis Prognose bleiben Energiepreise, Konfliktrisiken und Verkäufe an den Aktienmärkten wichtige Einflussgrößen. Hansen zufolge könnte der Aktienrückgang, der Gold derzeit belastet, später helfen, falls er die Fed dazu bewegt, die zwei von den Märkten erwarteten Zinserhöhungen aufzugeben. Richtung und Zeitpunkt sind offen.
Häufige Fragen
Wie lautet die Goldpreis Prognose für diese Woche?
Nach dem Freitagsschluss bei 3.875 US-Dollar ist die kurzfristige Entwicklung unsicher. Hansen sagte laut BeInCrypto, ein Anstieg über 4.000 US-Dollar könnte den Druck zunächst lindern. Zugleich warnte er, weitere Verkäufe könnten den Rückgang vertiefen und verlängern.
Warum ist der Goldpreis im Oktober gefallen?
BeInCrypto berichtete vom schwächsten Oktober für Gold seit 2008. Als Faktoren für den Ausverkauf am Freitag nannte der Bericht chartgetriebene Verkäufe, Druck durch Technologie- und KI-Aktien, Energiepreise und Zinserwartungen.
Kann Gold nach dem schwächsten Oktober seit 2008 weiter fallen?
Hansen warnte, der Rückgang könne tiefer ausfallen und länger dauern, falls weitere Halter aufgeben. Brooks hielt das Abwärtspotenzial bei einem erneuten „heißen“ Krieg mit Iran für begrenzt. Hajiyev skizzierte eine mögliche längerfristige Bewegung nach oben. Es handelt sich um Einschätzungen und Szenarien, nicht um Gewissheiten.
Quellen
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

