Wanchain-Bridge-Hack lässt NIGHT-Token um 30 % einbrechen

Haider Ali
6 Min Read

Dieser Artikel wurde zuerst im The Bit Journal veröffentlicht. Ein gemeldeter Sicherheitsvorfall bei der Wanchain-Bridge, die Cardano mit der BNB Chain verbindet, hat neue Bedenken hinsichtlich der Sicherheit von Cross-Chain-Infrastrukturen ausgelöst. Berichten zufolge wurden rund 515 Millionen NIGHT-Token aus der Cardano-seitigen Treasury der Bridge entwendet. Der Vorfall löste eine heftige Marktreaktion aus: Der native Token von Midnight verlor innerhalb eines Tages mehr als 30 % an Wert.

BlockSec entdeckt mögliche Schwachstelle in der Wanchain-Bridge

Das Blockchain-Sicherheitsunternehmen BlockSec berichtete als erstes über den Vorfall. Nach Angaben des Unternehmens gelang es dem Angreifer, über die Wanchain-Blockchain Hunderte Millionen NIGHT-Token aus der Bridge abzuziehen. Auf Basis der aktuellen Marktpreise wird der Wert der gestohlenen Token auf etwa 9 bis 10 Millionen US-Dollar geschätzt, wobei dieser aufgrund der starken Kursschwankungen des NIGHT-Tokens variieren kann.

Nach den ersten Untersuchungen von BlockSec ist die Midnight-Blockchain selbst nicht von der Schwachstelle betroffen. Stattdessen könnte das Problem im sogenannten TreasuryCheck-Validator der Wanchain-Bridge liegen.

Laut BlockSec fasst dieser Validator mehrere Bestandteile einer Transaktion zu einer einzigen Nachricht zusammen, die anschließend signiert wird. Da die einzelnen Datenbestandteile dabei offenbar weder eindeutig voneinander getrennt noch ihre Länge gespeichert werden, könnten Angreifer gültige Signaturen für unautorisierte Transaktionen wiederverwenden, sofern unterschiedliche Transaktionsdaten dieselbe finale Byte-Sequenz erzeugen.

Vorläufige Analyse weist auf Schwächen bei Signaturen hin

BlockSec erklärte, dass die bisherigen Erkenntnisse auf der Analyse des On-Chain-Plutus-V2-Smart-Contracts der Wanchain-Bridge sowie verdächtigen On-Chain-Aktivitäten beruhen. Gleichzeitig betonte das Unternehmen, dass die Untersuchungen noch laufen und die bisherigen Ergebnisse lediglich vorläufig seien.

Die Experten stellten außerdem fest, dass bei der Erstellung der Signaturen offenbar nicht die integrierte SerialiseData-Funktion von Cardano verwendet wurde. Nach Einschätzung von BlockSec hätte eine saubere Kodierung der Transaktionsfelder mit klar definierten Grenzen diese Mehrdeutigkeit verhindern können.

Midnight Foundation äußert sich zum Vorfall

Als Reaktion auf die Berichte erklärte die Midnight Foundation, dass sich der Sicherheitsvorfall ausschließlich auf die Infrastruktur der Wanchain-Bridge eines Drittanbieters beschränkt habe. Die Midnight-Blockchain selbst sei davon nicht betroffen.

Die Stiftung betonte, dass das Netzwerk während des gesamten Vorfalls vollständig funktionsfähig geblieben sei. Weder das Kernsystem noch die Validatoren oder das zugrunde liegende Protokoll hätten Auffälligkeiten gezeigt. Zudem seien die Verluste durch den Transfer bereits existierender, über die Bridge bewegter Vermögenswerte entstanden und nicht durch die Erzeugung neuer NIGHT-Token.

Sicherheit der Wanchain-Bridge weiter im Fokus

Im Dezember 2025 integrierte Wanchain die Möglichkeit, NIGHT-Token zwischen Cardano und der BNB Chain über seine Bridge zu übertragen. Dadurch konnten Nutzer Vermögenswerte mithilfe der Cross-Chain-Infrastruktur zwischen beiden Netzwerken bewegen. Midnight ist eine datenschutzorientierte Partner-Blockchain von Cardano, verfügt über die beiden Token NIGHT und DUST und startete ihr Mainnet im März 2026.

Der jüngste Vorfall rückt Cross-Chain-Bridges erneut in den Mittelpunkt der Sicherheitsdebatte. Solche Brücken verwalten häufig große Mengen gesperrter Vermögenswerte und nutzen komplexe Verifizierungsmechanismen, wodurch sie attraktive Ziele für Angreifer darstellen. Zwar hat BlockSec bereits eine mögliche technische Ursache beschrieben, doch Wanchain hat bislang keinen vollständigen Untersuchungsbericht veröffentlicht, der den Angriff, mögliche Wiederherstellungsmaßnahmen oder den Status der betroffenen NIGHT-Token detailliert erklärt.

Fazit

Der Angriff auf die Wanchain-Bridge verdeutlicht erneut die anhaltenden Sicherheitsrisiken im Bereich der Cross-Chain-Technologie. Während die Untersuchungen weiterlaufen, wartet die Kryptobranche auf den vollständigen technischen Bericht von Wanchain. Dieser soll aufzeigen, wie die Schwachstelle ausgenutzt werden konnte, welche Maßnahmen zur Wiederherstellung der verlorenen Vermögenswerte geplant sind und wie das Vertrauen in die Sicherheit der Bridge künftig gestärkt werden kann. Nach aktuellem Stand blieb die Midnight-Blockchain selbst jedoch vollständig unbeeinträchtigt.

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Zusammenfassung

  • Beim Angriff auf die Wanchain-Bridge wurden rund 515 Millionen NIGHT-Token entwendet, wodurch der Token um 30 % einbrach.
  • BlockSec führt den Angriff auf eine mögliche Schwachstelle im TreasuryCheck-Validator zurück.
  • Die Midnight Foundation erklärte, dass die Midnight-Blockchain selbst sicher und uneingeschränkt funktionsfähig geblieben ist.

Glossar der wichtigsten Begriffe

Wanchain Bridge: Ermöglicht den Transfer von Vermögenswerten zwischen Cardano und der BNB Chain.
Bridge-Exploit: Sicherheitslücke bzw. Angriff auf eine Blockchain-Bridge.
NIGHT-Token: Der native Token der Midnight-Blockchain.
Midnight: Datenschutzorientierte Partner-Blockchain von Cardano.
BlockSec: Unternehmen für Blockchain-Sicherheitsanalysen.
TreasuryCheck-Validator: Validator zur Überprüfung von Bridge-Transaktionen.
SerialiseData: Datenkodierungsfunktion innerhalb von Cardano.

Häufig gestellte Fragen zum Wanchain-Bridge-Hack

1. Was ist beim Wanchain-Bridge-Hack passiert?

Berichten zufolge wurden etwa 515 Millionen NIGHT-Token aus der Bridge entwendet.

2. War die Midnight-Blockchain betroffen?

Nein. Die Midnight-Blockchain blieb sicher und uneingeschränkt funktionsfähig.

3. Was war die mögliche Ursache des Angriffs?

BlockSec vermutet eine Schwachstelle im TreasuryCheck-Validator der Wanchain-Bridge.

4. Ist die Untersuchung abgeschlossen?

Nein. Die Untersuchungen von Wanchain dauern weiterhin an.

Quellen

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Finanz-, Anlage- noch Handelsberatung dar. Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken verbunden und unterliegen starken Kursschwankungen. Leser sollten vor einer Investition stets eigene Recherchen durchführen und gegebenenfalls einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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Haider Ali is a cryptocurrency journalist and blockchain news analyst known for covering breaking stories, market trends, and emerging innovations in the digital asset space. His work appears in leading crypto publications, where he writes about Bitcoin, Ethereum, DeFi, NFTs, and Web3 developments shaping the future of finance.With deep knowledge of blockchain technology and global markets, Haider provides data-driven insights and balanced reporting that appeal to both retail traders and industry professionals. He is recognized as a trusted voice in cryptocurrency journalism and continues to track major shifts across exchanges, regulation, and digital economy trends.
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