Binance Auszahlungen sollten in einer zweiten Phase, die für den 3. November geplant war, auf weitere Vermögenswerte ausgeweitet werden. Die Börse hatte ausgewählte Auszahlungsoptionen am 1. November nach einem Sicherheitsvorfall wieder freigeschaltet. In ihrem Update vom 2. November bestätigte Binance jedoch weder den Start der nächsten Phase noch, welche Assets sie umfassen sollte.
Seit Beginn der schrittweisen Wiederaufnahme zogen Kunden netto 4,72 Milliarden US-Dollar ab, berichtete Reuters. Die Börse meldete zugleich Zuflüsse von 2,7 Milliarden US-Dollar seit Sonntag. Beide Zahlen beschreiben aggregierte Bewegungen und erklären nicht, warum einzelne Kunden ihre Mittel bewegten.
Binance Auszahlungen: Was sich ändern sollte
Binance nahm Auszahlungen am 1. November schrittweise wieder auf. Zunächst wurden ausgewählte Assets und Netzwerke freigeschaltet, wie Reuters in einem von Kitco verbreiteten Bericht schrieb. In seinem Update vom 2. November kündigte Binance die nächste Phase für den 3. November an und stellte weitere Details in Aussicht. Das war eine Planung, keine Bestätigung, dass die Phase bereits begonnen hatte.
Reuters berichtete am 2. November, dass Abhebungen für die meisten Kryptowährungen weiterhin teilweise ausgesetzt waren. Binance erklärte in seinem Recovery-Update, Einzahlungen seien weiterhin möglich und nicht beeinträchtigt. Welche Assets oder Netzwerke in der nächsten Auszahlungsphase freigeschaltet werden sollten, nannte die Börse nicht.
Die Formulierung der Börse trennt die bereits erfolgte erste Wiederaufnahme von den geplanten nächsten Schritten. Ausgewählte Auszahlungen waren wieder verfügbar, doch Binance stellte die Dienste weiterhin schrittweise wieder her. Das Update sagte nicht, dass alle Assets und Netzwerke gleichzeitig zugänglich würden. Auch einen konkreten Startzeitpunkt für die nächste Phase gab es nicht.
Vorfallsschätzung und Angaben zur Wiederherstellung
In einer Mitteilung vom 30. Oktober bezifferte Binance die Auswirkungen des Vorfalls auf rund 6,3 Milliarden US-Dollar. Die vorläufige Untersuchung deutete laut Börse darauf hin, dass möglicherweise der Laptop eines DevOps-Mitarbeiters kompromittiert worden war und ein Zugriff auf einen Service-Container stattgefunden hatte. Binance erklärte außerdem, es gebe keine Hinweise auf ein Leck privater Wallet-Schlüssel. Zu diesem Zeitpunkt seien rund 3 Milliarden US-Dollar On-Chain eingefroren worden.
Später teilte Binance mit, mehr als 6,34 Milliarden US-Dollar zur Deckung von Verlusten zurückgestellt zu haben. Im Update vom 2. November bezifferte die Börse den abgedeckten Anteil auf ungefähr 95 Prozent. Die übrigen 5 Prozent entfielen demnach auf weniger liquide Token, deren Beschaffung noch lief. Das sind Angaben von Binance zu den eigenen Deckungs- und Beschaffungsmaßnahmen, keine unabhängige Bestätigung.

Hintergrund zu den Binance Auszahlungen
Das FBI machte Nordkorea für den Diebstahl von virtuellen Vermögenswerten im Wert von mehr als 6 Milliarden US-Dollar von Binance verantwortlich. Der Diebstahl habe sich am oder um den 29. Oktober 2026 ereignet. Die Behörde ordnete die Aktivität der Gruppe TraderTraitor zu und forderte Anbieter virtueller Vermögenswerte auf, Transaktionen mit den aufgeführten Adressen zu blockieren. Die FBI-Warnung gibt die Einschätzung der Behörde wieder. Binance veröffentlichte am 30. Oktober separat seine vorläufige technische Darstellung.
Die Angaben des FBI und die vorläufige Untersuchung von Binance beschreiben unterschiedliche Aspekte des Vorfalls. Die Behörde nannte ihre Zuordnung der Aktivitäten, während Binance über mögliche technische Zugriffswege und den Stand der eigenen Untersuchung berichtete.
Binance teilte außerdem mit, Nutzer könnten für BTC, ETH, USDT, BNB, SOL, USDC, XRP, USD1, RLUSD und ZEC eine Deckung von mindestens 1:1 unabhängig überprüfen. Grundlage sei ein Zero-Knowledge-Proof für den Proof-of-Reserves-Snapshot vom 31. Oktober 2026 um 00:00 UTC. Die Aussage bezieht sich auf die genannten Assets und genau diesen Snapshot.

Abflüsse und Zuflüsse bei Binance
Reuters zufolge hatten Kunden seit der Wiederaufnahme der Auszahlungen netto 4,72 Milliarden US-Dollar abgezogen. Binance sagte, das entspreche etwa 3 Prozent der Vermögenswerte auf der Plattform. Zugleich meldete die Börse seit Sonntag Zuflüsse in Höhe von 2,7 Milliarden US-Dollar. Diese Nettoabflüsse sind nicht mit der von Binance genannten Schadenssumme des Sicherheitsvorfalls gleichzusetzen.
Das Auszahlungsvolumen sei nach einem anfänglichen Anstieg zurückgegangen und stabilisiere sich, berichtete Reuters in einem von Kitco verbreiteten Bericht. Reuters schrieb auch, dass manche Trader ihre Mittel auf der Börse beließen. Ein in dem Bericht zitierter Analyst sagte, zentralisierte Börsen blieben für Liquidität, Handel und Marktzugang wichtig.
Die veröffentlichten Zahlen zeigen die gemeldeten Gesamtbewegungen, nicht die Beweggründe einzelner Kunden. Aus den vorliegenden Angaben lässt sich auch nicht ableiten, dass die Abflüsse eine bestimmte Kursbewegung ausgelöst hätten.

Was bei Binance Auszahlungen als Nächstes zählt
Binance kündigte weitere Informationen zur geplanten zweiten Phase an. Im Update vom 2. November führte die Börse weder die betroffenen Assets und Netzwerke auf noch nannte sie eine Uhrzeit für den Start. Belegt war damit ein Plan für den 3. November, nicht die Zusage, dass an diesem Tag alle Auszahlungswege wieder geöffnet würden.
Weitere Berichte lassen sich mit den Angaben von Binance zu Auszahlungen, Zuflüssen und Verlustdeckung sowie zu den Bemühungen vergleichen, die verbleibenden weniger liquiden Token zu beschaffen. Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Mitteilungen und Berichten.
Häufige Fragen
Wann werden Binance Auszahlungen für weitere Assets freigeschaltet?
Binance plante die nächste Phase für den 3. November und kündigte weitere Details an. Im Update vom 2. November nannte die Börse weder eine Startzeit noch die betroffenen Assets und Netzwerke.
War die zweite Phase der Binance Auszahlungen am 2. November bereits gestartet?
Nein. Binance beschrieb sie in seinem Update vom 2. November als für den folgenden Tag geplant. Reuters berichtete, dass Auszahlungen für die meisten Kryptowährungen an diesem Tag noch teilweise eingeschränkt waren.
Wie viel Geld zogen Kunden nach dem Hack ab?
Reuters berichtete von Nettoabflüssen in Höhe von 4,72 Milliarden US-Dollar seit Beginn der Wiederaufnahme. Binance sagte, das seien etwa 3 Prozent der Plattformvermögen. Außerdem meldete die Börse Zuflüsse von 2,7 Milliarden US-Dollar seit Sonntag.
Quellen
- Security Incident | Recovery Update #5: October 31st PoR Snapshot Now Fully Verifiable by Users as ZK Proof Generated (2026-11-02) (www.binance.com)
- North Korea Responsible for $6 Billion+ Binance Attack, FBI (www.fbi.gov)
- Binance begins second withdrawal phase following record hack (Cointelegraph)
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungen sind sehr volatil, recherchieren Sie daher immer selbst, bevor Sie investieren.

