Chainlink beteiligt sich an Project Pangea für Europa-Korea-Devisentests

Haider Ali
6 Min Read

Dieser Artikel wurde zuerst im The Bit Journal veröffentlicht. Chainlink baut seine Rolle im institutionellen Finanzsektor weiter aus und beteiligt sich an Project Pangea. Dabei handelt es sich um eine Initiative führender Bankinstitute, die Stablecoin-Technologie nutzen wollen, um den Devisenverkehr zwischen Europa und Südkorea effizienter abzuwickeln.

Das Projekt soll bestehende Schwachstellen im traditionellen Devisenmarkt beseitigen, wo Transaktionen teilweise noch bis zu zwei Geschäftstage für die Abwicklung benötigen. Mithilfe blockchainbasierter Settlement-Mechanismen sollen Währungstransaktionen schneller und sicherer durchgeführt werden.

Project Pangea setzt auf atomare Abwicklung

Project Pangea ist eine gemeinsame Initiative von Chainlink, FairSquareLab, UniKA und Qivalis. Nach Angaben von Chainlink vereinen die beteiligten Gruppen mehr als 50 Banken mit Vermögenswerten von insgesamt über 10 Billionen US-Dollar. Qivalis wird von 37 europäischen Banken unterstützt, während UniKA mehr als zehn Geschäftsbanken aus Südkorea umfasst.

Im Rahmen des Projekts sollen Payment-versus-Payment-Transaktionen (PvP) zwischen regulierten Euro- und Won-Stablecoins untersucht werden. Dieses Modell sorgt dafür, dass beide Seiten eines Devisengeschäfts gleichzeitig abgewickelt werden, wodurch verhindert wird, dass eine Partei ihre Verpflichtung erfüllt, während die Gegenseite nicht zahlen kann.

Mit diesem atomaren Settlement-Modell will Project Pangea das Abwicklungsrisiko für Finanzinstitute und Unternehmen im internationalen Zahlungsverkehr verringern.

Bestehende Bankeninfrastruktur bleibt im Mittelpunkt

Project Pangea verfolgt nicht das Ziel, bestehende Bankensysteme zu ersetzen. Stattdessen wird die Lösung auf dem weit verbreiteten SWIFT-Netzwerk sowie den Nachrichtenstandards ISO 20022 aufbauen. Finanzinstitute werden ihre Anweisungen weiterhin über vertraute Kanäle übermitteln, während die Infrastruktur von Chainlink diese in Abwicklungsvorgänge auf der Blockchain umwandelt.

FairSquareLab wird die Onchain-Abwicklungstechnologie bereitstellen und das Layer-1-Netzwerk von Pangea betreiben. Das Settlement-Framework soll T+0-Transaktionen, atomare Devisenswaps sowie Onchain-Liquidität über Smart Contracts von automatisierten Market Makern auf Ethereum, Polygon und Pangea L1 ermöglichen.

Niki Ariyasinghe, Vizepräsident für Asien-Pazifik und den Nahen Osten bei Chainlink, betonte, dass es sich nicht lediglich um ein experimentelles Pilotprojekt handele. Er erklärte:

„Das ist nicht nur ein Proof of Concept. Alle Beteiligten gehen mit voller Überzeugung an die Sache heran.“

Project Pangea spiegelt die zunehmende Stablecoin-Adoption wider

Die Initiative folgt einem breiteren Trend, bei dem Finanzinstitute verstärkt blockchainbasierte Abwicklungssysteme erforschen. Zuletzt haben SWIFT und die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich gemeinsam mit mehreren Zentralbanken und zahlreichen Finanzinstituten Experimente rund um Tokenisierung und atomare Abwicklung durchgeführt.

Stablecoins haben sich als effizientes Mittel für Werttransfers außerhalb der traditionellen Banköffnungszeiten etabliert. Eine schnellere Abwicklung könnte nach Ansicht der Befürworter die Liquidität verbessern und Verzögerungen für Unternehmen und Kunden reduzieren.

Ariyasinghe erklärte, dass Geldtransfers, die längere Zeit unterwegs seien, für Empfänger nicht nutzbar seien. Je stärker diese Zeitspanne verkürzt werde, desto schneller könnten Kunden auf ihr Geld zugreifen – und genau das sei ein klarer Vorteil.

Die neue Initiative passt auch zu Chainlinks langfristiger Ausrichtung auf institutionelle Anwendungen. Das Unternehmen gab kürzlich bekannt, dass das Ökosystem seines Cross-Chain Interoperability Protocols (CCIP) inzwischen tokenisierte Vermögenswerte und DeFi-Datenfeeds im Gesamtwert von mehr als 110 Milliarden US-Dollar absichert.

Marktdaten zufolge wurde der native LINK-Token zuletzt im Bereich von 7,59 US-Dollar gehandelt. Die Marktkapitalisierung lag bei rund 5,68 Milliarden US-Dollar, während das Handelsvolumen innerhalb der vergangenen 24 Stunden etwa 246 Millionen US-Dollar erreichte.

Project Pangea könnte als wichtiger Praxistest dienen, um Stablecoin-basierte grenzüberschreitende Zahlungen auf institutioneller Ebene zu etablieren, während Banken ihre Blockchain-Infrastruktur weiter ausbauen.

Fazit

Angesichts des wachsenden Interesses an Stablecoin-basierten Zahlungssystemen könnte Project Pangea ein Modell zur Modernisierung grenzüberschreitender Devisengeschäfte liefern, ohne bestehende Bankeninfrastrukturen grundlegend zu verändern. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob blockchaingestützte Transaktionen die Geschwindigkeit, Compliance-Anforderungen und Liquidität bieten können, die große Finanzinstitute für eine breite Einführung benötigen.

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Zusammenfassung

  • Chainlink beteiligt sich an Project Pangea für Devisentests zwischen Europa und Südkorea.
  • Mehr als 50 Banken testen Abwicklungen mit Euro- und Won-Stablecoins.
  • Ziel ist eine nahezu sofortige Devisenabwicklung auf Basis bestehender Bankensysteme.

Glossar wichtiger Begriffe

Chainlink: Anbieter von Blockchain-Infrastruktur.
Project Pangea: Von Banken unterstützte Initiative für Stablecoin-basierte Abwicklungssysteme.
FX: Devisenhandel beziehungsweise Währungsumtausch.
Stablecoin: Kryptowährung mit Bindung an einen Fiatwert.
CCIP: Chainlinks Protokoll für Interoperabilität zwischen verschiedenen Blockchains.
DeFi: Dezentrale Finanzdienstleistungen.
LINK: Der native Token von Chainlink.
Liquidität: Maß dafür, wie leicht ein Vermögenswert gehandelt werden kann.

Häufig gestellte Fragen zu Project Pangea

Was ist Project Pangea?

Eine von Banken unterstützte Initiative zur Abwicklung von Devisentransaktionen mithilfe von Stablecoins.

Chainlink stellt die Infrastruktur für die Onchain-Abwicklung bereit.

Was ist das Ziel von Project Pangea?

Die Ermöglichung nahezu sofortiger grenzüberschreitender Devisentransaktionen.

Quellen

Prnewswire

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Haftungsausschluss

Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt weder eine Finanz-, Anlage- noch Handelsempfehlung dar. Kryptowährungen sind mit erheblichen Risiken und hoher Volatilität verbunden. Anleger sollten vor einer Investition eigene Recherchen durchführen und gegebenenfalls den Rat eines qualifizierten Finanzexperten einholen.

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Haider Ali is a cryptocurrency journalist and blockchain news analyst known for covering breaking stories, market trends, and emerging innovations in the digital asset space. His work appears in leading crypto publications, where he writes about Bitcoin, Ethereum, DeFi, NFTs, and Web3 developments shaping the future of finance.With deep knowledge of blockchain technology and global markets, Haider provides data-driven insights and balanced reporting that appeal to both retail traders and industry professionals. He is recognized as a trusted voice in cryptocurrency journalism and continues to track major shifts across exchanges, regulation, and digital economy trends.
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